Mit dem Fuchsschwanz um die Nordschleife
Was wäre das 24h-Rennen auf dem Nürburgring ohne den legendären Opel Manta B des Kissling-Teams. Auch am Wochenende vom 27./28. Mai 2017 setzte das Team rund um Olaf Beckmann auf das Auto mit dem Fuchsschwanz.
Der Manta gilt als Mythos auf der Nordschleife. Dieses Modell aus Rüsselsheim nahm 2017 zum 23. Mal am 24h-Klassiker teil. Der Manta B ist seit 1998 mit einer Ausnahme im Jahr 2005, als das Auto nach einem Trainingsunfall nicht rechtzeitig repariert werden konnte, regelmässig mit von der Partie. Auch 2017 wurde der Gesamtsieg in der SP3 Klasse angepeilt.
Zum Auto gab es auch die passende Startnummer, so startete er auch 2017, wie immer, wieder mit der Nummer 122.
Bei den zahlreichen Fans am Streckenrand ist der Manta bekannt wie kaum ein Zweiter. Kommt er um die Kurve geschossen so wird kräftig applaudiert. Immer korrekt mit Fuchsschwanz unterwegs wird der nur 930 kg schwere Manta von einem auf 2 Liter aufgebohrten 1,8 Liter Motor mit 255 PS angetrieben. "Über die Anzahl der Fuchsschwänze haben wir nicht Buch geführt", lacht Olaf Beckmann (70). Beckmann ist Besitzer, Fahrer, Chefingenieur und Chefmaechaniker in einer Person und er baute aus dem Serien Manta Ende der Achtzigerjahre ein Rallye-Auto, mit dem er dann mehrmals bei der Langstreckenrallye Tour d`Europe, die ihn und sein Opel bis nach Marokko oder Istanbul führte, teilnahm.
Nach dem Ende dieser Rallye stellte sich die Frage, was nun? Ein Freund brachte den Rallye-Fahrer zum Ring wo er dann am 23. April 1994 zum ersten Mal in der VLN startete. "Ich muss heute noch grinsen, wenn ich an die erstaunten Gesichter denke, als ich da mit meinem hochbeinigen Rallye-Auto aufgetaucht bin", erinnert sich Beckmann. Schnell war klar, dass sich das Auto so nicht für die Rundstrecke eignete, also begann der Umbau zum Rennauto. Mittlerweile hat der Manta mit seinen 23 Starts auf der Nordschleife 82’296,692 Rennkilometer (2017 noch bei den Kilometern noch nicht mitgezählt), absolviert. Zwei Klassensiege (2002 und 2015) gab es bei den 24h Rennen. 2017 war das Team leider nicht so erfolgreich, Ausfall nach 71 Runden.
Aber ein Aufhören wird es so schnell noch nicht geben, denn: "Die 100’000 km will ich unbedingt noch voll machen", lacht Beckmann.
Wir wünschen dem Team weiterhin viel Erfolg!


























