Warum man nicht in einen Porsche Boxster investieren sollte
Wir wollen keineswegs davon abraten, einen gebrauchten Porsche Boxster zu kaufen, denn er bereitet viel Fahrspass, kostet wenig Geld und sieht dazu noch gut aus. Zudem machen die Boxster ja jetzt den Übergang zum Youngtimer und in 10 Jahren werden sie ersten bereits veritable Oldtimer sein.
Die Warnung bezieht sich auf das Wort “investieren”. Investieren impliziert, dass man sich eine Rendite verspricht, einen “Return on Investment”. Und dies dürfte trotz vierstelliger Preise bereits für ordentliche Boxster im Moment noch schwierig sein. Denn es wurden viele gebaut, der Markt ist gross, eine Verknappung ist in den nächsten Jahren nicht zu erwarten. Zudem sind die wassergekühlten Mittelmotor-Sportwagen von Porsche langlebig, der Bestand baut sich also höchstens langsam ab. Entsprechend werden die Preise bestenfalls langsam ansteigen.
Auf der Minus-Seite stehen zudem nicht unerhebliche Unterhaltskosten, soll der Boxster bei Laune gehalten werden. Und, sollten die Spezialisten Recht haben, kann dies vor allem dann zu einem teuren Vergnügen werden, wenn der Motor Schwierigkeiten macht. Rund 20% aller Wasserboxer von Porsche sollen bereits von Defekten betroffen gewesen sein, die einen Austausch des Motors erforderten, konnte man kürzlich z.B. in der Kaufberatung in der Zeitschrift Oldtimer Markt lesen. Die Rechnung für diesen Eingriff kann locker den ursprünglichen Kaufpreis des gebrauchten Boxsters aufwiegen. Und sollte man dann den Wagen wieder verkaufen wollen, wird einem kaum ein potentieller Käufer diesen Ersatzmotor vergolden, auf den Verkaufspreis hat der Motortausch kaum eine Auswirkung.
Auf der positiven Seite kann noch gesagt werden, dass die Ersatzteillage gut ist und die Autos überaus alltagstauglich sind. Freude wird man am Boxster sicher haben, nur als Investition taugt er noch nicht …


























