Es würde dunkel bleiben heute - Lichtfeldbestimmung bei Opel anno 1959

Bruno von Rotz
11.07.2016

Messung der Fensterfläche bei Opel (1959)

In den Fünfzigerjahren war eine gute Rundumsicht ein wichtiges Verkaufsargument. Kein Wunder, denn die Autos der Vor- und ersten Nachkriegsjahre hatten mit Fensterflächen noch geknausert und erst nach und nach war es möglich, gebogene und grössere Glasflächen zu fertigen.

Auch in der Werbung wurde die verbesserte Sicht natürlich zum Thema gemacht, etwa bei Opel im Jahr 1959. Dort erklärte man auch gleich, wie man das Ergebnis überprüfte:

Bei der Lichtfeldbestimmung wurden die Augen des Fahrers durch zwei Glühlampen ersetzt. Der Schattenriss auf dem Rundschirm entsprach dem Blickfeld.

Und man beschrieb die Vorteile der verbesserten Sicht: “Wenn Sie durch winklige Gassen fahren, durch spitze Kehren am Berg, wenn Sie frei in die Kurven hineinsehen können, dann spüren Sie
die Sicherheit der Vollsicht-Panoramascheiben … Panoramasicht zu Ihrem Vorteil!”

Bis in die Siebzigerjahre war eine gute Rundumsicht ein schlagendes Argument im Verkauf, dann vergass man dies langsam aber sicher und heute werden sich die Autohersteller hüten, das Thema in der Werbung aufzubringen, denn moderne Autos würden bei der Lichtfeldbestimmung deutlich schlechter abschneiden als die die Autos der Sechzigerjahre, bei einigen würde es sogar fast dunkel blieben, zumindest wenn nach nach schräg vorne oder hinten gemesen würde.

Hier noch das ganze Webesujet mit den Erklärungen:

Opel Olympia Rekord im Jahr 1959 in der Werbung

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