Was Beeskow und Rometsch mit dem Mercedes-Benz 300 SL zu tun haben
Johannes Beeskow war Zeichner und Konstrukteur bei Rometsch, einer Karosseriebaufirma in Berlin. Vorher hatte er unter anderem bei Erdmann & Rossi gearbeitet. Für das Käferchassis entwarf Beeskow eine attraktive Karosserie, doch als diese von Hand fertiggestellt war, zeigte es sich, dass sie zu schmal war und die Räder nicht komplett abdeckte, was eine Zulassung verunmöglichte.
Also entwarf Beeskow eine obere Karosserieverbreiterung, die nun das Rad überdeckte, den Segen der Zulassungsbehörder erhielt und dazu noch gut aussah. Sicherheitshalber liess er diese Bauform patentieren.
Als Mercedes-Benz den 300 SL zur Strassenversion entwickelte, gefiel den Sindelfingern offenbar die Beeskow-Konstruktion und sie lizensierten die Bauweise. So soll die Geschichte gelaufen sein.
Heute ist der Rometsch Beeskow, damals auch von Holywood-Stars wie Gregory Peck oder Audrey Hepburn gefahren, übrigends deutlich seltener als ein 300 SL und so ist es für die Besucher des 40. Oldtimer-Meetings Baden-Baden sicherlich eine ganz besondere Freude, gleich zwei dieser Fahrzeuge - ein Cabriolet und ein Coupé - betrachten zu können.


























