Klassikerperlen der Zukunft - Alfa Romeo GTV
Nach dem Ableben des Alfa Romeo GTV 6 (und des 2.0) fehlte im Alfa-Programm für rund acht Jahre ein Coupé. Diese Lücke wurde dann 1994 mit dem neuen GTV der Baureihe 916 geschlossen, als er auf dem Genfer Salon vorgestellt wurde.
Technisch nutzte man die Plattform des Fiat Tipo, was Frontantrieb bedeutete. Doch kamen viele Komponenten schliesslich aus der eigenen Küche. Vor allem waren die Motoren noch diejenigen mit dem echten “Cuore Sportivo”, insbesondere der Sechszylinder, der wie die anderen Antriebsaggregate natürlich quer eingebaut sein musste, glänzte mit seinen glänzenden Auspuffrohren und verströmte akkustische Konzertatmosphäre. Dass systembedingt die Vorderräder angetrieben waren, nahm man als Alfista halt hin.
Das Design des GTV (und auch des in ähnlicher Form gebauten Spiders) stammt von Pininfarina, als Zeichner waltete Enrico Fumia. Die Seriennähe erhielt der Entwurf dann durch das Alfa Romeo Centro Stile unter Walter de Silva. Das Ergebnis überzeugte, es war sehr modern und fiel auf, man konnte ihm nicht vorwerfen, dass es wie Einheitsbrei aussähe. Mit einem Luftwiderstandsbeiwert von rund 0.33 war das Coupé auch zeitgemäss windschlüpfrig.
Mit dem stärksten Motor beschleunigte der rund 4,3 Meter lange und 1,78 Meter breite Wagen dank 240 PS in rund 6,3 Sekunden auf 100 km/h. Sportlich genug war er damit und dank der eigenen Hinterachse umkurvte er auch Bögen mit Talent.
Bis 2005 wurde er gefertigt, zuletzt bei Pininfarina. Rund 80’000 Fahrzeuge entstanden von der Baureihe 916, die auch den parallel gebauten Spider einschliesst.
So richtig selten ist er noch nicht, darum liegen die Preise auch noch weit weg vom Neuwert, gute Exemplare mit dem magischen Sechszylindermotor aber sind gesucht und erzielen auch anständige Preise. Wer weiss ...

































