Klassikerperlen der Zukunft - VW Lupo 3L TDI
Kleinwagen zählen gemeinhin nicht zu den gesuchten Klassikern, Sparmotorosierungen sowieso nicht. Der VW Lupo 3L TDI könnte aber in Zukunft eine Ausnahme sein, denn er erfreute sich schon einer eingeschworenen Fangemeinde, als er noch als Neuwagen verkauft wurde, was zwischen 1999 und 2005 der Fall war.
Seine Zielsetzung trug er im Namen, einem grünen “3L”. Im Drittelmix verbrauchte er 2,99 Liter Dieseltreibstoff pro 100 km. Dies war 1999 ein beeindruckender Leistungsausweis und die Entwickler des speziellen Lupos mussten alle Register ziehen. “Weltraumtechnik im Strassenverkehr”, könnte man sagen.
Tatsächlich waren es vier Dinge, die dem Lupo diese Sparsamkeit ermöglichten: Ein verbrauchsoptimierter Dreizylinder-Dieselmotor mit Pumpe-Düse-System, ein mittels Hydraulik automatisiertes Schaltgetriebe, eine aerodynamisch optimierte Karosserie mit einem cw-Wert von 0.29 und viel Leichtbau.
Um die Ziele zu erreichen, musste viel entwickelt werden, kaum ein Teil ist mit den anderen Lupos austauschbar. Die Türen zum Bespiel haben eine Aluminium-Haut, die Heckklappe bestand währender der ersten Produktionsjahre - der 3L wurde immer in Wolfsburg montiert - aus Verbundwerkstoff. Auch Aufhängungselemente unterschieden sich deutlich vom “normalen” Lupo, genauso wie die Innenausstattung und Stosstangen und andere Anbauteile.
3L-Lupos verbrauchten im Alltag auch für heutige Begriffe wenig Dieselöl - eine Drei vor dem Komma war immer möglich. Und sie waren teurer und seltener als die anderen Versionen des Lupos, was ihnen dereinst vielleicht tatsächlich einen Platz im Klassikerhimmel sichern kann, denn obschon optisch weniger prägnant, kann der Lupo 3L TDI als direkter Vorläufer des XL1 gesehen werden.
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