Angebot eines Partners

Hätte die Mittelmotor-Limousine von Porsche eine Chance gehabt?

Bruno von Rotz
30.01.2014

VW EA 266 von 1969 - heute ein Museumsstück (© Volkswagen)

Während der Mittelmotor bei den Sportwagen ab den Sechzigerjahren für überzeugende Dynamik und Rennerfolge sorgte, wagte sich kaum ein Limousinenhersteller an diese Bauweise heran. Aus gutem Grund, denn wenn der Motor in der Mitte platziert wird, geht wertvoller Nutzraum verloren, den normalerweise die Passagiere beanspruchen..

Porsche versuchte es trotzdem und entwickelte für Volkswagen Ende der Sechzigerjahre mit dem EA 266 eine familientaugliche Limousine mit dem Potential, den VW Käfer abzulösen.

Das Ergebnis sprach für sich, denn fahrdynamisch war der Wagen eine Klasse für sich. 187 km/h schnell soll er dank eines eingespritzten 100-PS-Vierzylinders mit 1,6 Liter Hubraum gewesen sein, die Strassenlage hätte manchen Sportwagenfahrer zum Verzweifeln gebracht.

Den Motor hatte man platzsparend unter die Rückbank des Wagens geschoben und damit kamen dann auch die Probleme. Weil gerade dort am meisten Strassenstaub auftritt, waren viele Motorschäden zu beklagen und weil man nicht einfach an den Motor herankam, musste man ihn schon für vergleichsweise einfache Wartungsarbeiten ausbauen.

vW EA 266 von 1969 bei Testfahrten im Norden im Jahr 1970 gesichtet

Volkswagen liess sich jedenfalls vom Porsche-Konzept, das auch mit anderen Aufbauten angedacht worden war, nicht überzeugen und brachte stattdessen den VW Golf auf den Markt. Der Rest ist Geschichte.

Angebote unserer Partner

Archivierte Einträge:

von st******
30.01.2014 (09:20)
Antworten
Ich hatte Gelegenheit, das Auto ausgiebig zu begutachten. Der Mittelmotor stört kaum, vorne sitzt ein grosser Kofferraum. Insgesamt sind die beiden Laderäume grösser als beim Audi 50/Polo. Man sitzt sehr gut, die Platzverhältnisse sind toll. Dazu die erwähnten Fahreigenschaften (die ich nicht testen durfte). Der 266 wäre ein toller Käfer-Ersatz geworden. Was nicht bedeutet, dass man den Golf nicht trotzdem hätte bauen können. Und das ist das Problem: gäbe es den 266, wäre der Golf nie oder zu spät gekommen. Leiding traf somit die richtige Entscheidung, die 266-Prototypen mit einem Leopard-Panzer zu zerstören – bis auf einen.
Neuen Kommentar schreiben
Möchten Sie einen Kommentar schreiben und mitreden?
  • Ganz einfach! Sie müssen lediglich angemeldet sein, das ist kostenlos und in 1min erledigt!
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.

Weitere Blog-Einträge:

Angebot eines Partners
Angebot eines Partners

zwischengas.com

Die umfangreichste Internet-Plattform über Oldtimer, Youngtimer und historischen Motorsport. Mit über 2,5 Millionen Seitenaufrufen pro Monat ist zwischengas.com zur wichtigsten Informationsquelle von Oldtimer-Enthusiasten geworden.

Zwischengas Jahresmagazin

260 Seiten mit Fahrzeugberichten, Veranstaltungsrückblick und Auktionsanalysen.

Ab 6. Dezember 2020 am Kiosk und jetzt im Online-Shop

CHF 12.90 | EUR 9.90 zzgl. Versand

SwissClassics Revue

SwissClassics, das grösste Oldtimermagazin der Schweiz, erscheint mit sechs Ausgaben im Jahr und richtet sich an die Liebhaber von Oldtimern. Berichtet wird über Legenden des Fahrzeugbaus und die Schweizer Oldtimerszene sowie europäische Klassiker-Events.

Bisherige SwissClassics Ausgaben

Loading...
Oha! Kostenlos Texte und Fotos sehen?
Einfach hier anmelden:
Neu hier?
1x kostenlos registrieren und dauerhaft Inhalte freischalten!