Der besondere BMW 507 von Raymond Loewy
Raymond Loewy gehört zu den berühmtesten Designern der Welt. Zu den Produktion mit der Handschrift des in Paris geborenen Amerikaners gehören das Shell-Markenzeichen, Schick-Elektrorasierer, IBM-Eingabegeräte, Lucky Strike Zigrattenpackungen, die Coca-Cola-Flasche, aber auch eine ganze Reihe von Automobilen wie der Hillman Minx (1956-1959), der Sunbeam Alpine (1959-1967) oder natürlich die Studebaker-Modelle Champion und Avanti.
In den Fünfzigerjahren konzipierte Raymond Loewy für sich selber ein Auto. Aufgebaut wurde es auf dem Chassis eines BMW 507 mit V8-Motor. Loewy wollte den Wagen so sicher wie möglich haben und baute zum Beispiel einen Überrollbügel ein.
Realisiert wurden seine Ideen durch die damals noch junge Karosseriefirma Pichon-Parat. Am Pariser Autosalon von 1957 war der Wagen erstmals öffentlich zu sehen.
Die Pressefeedbacks zeigten unterschiedlich viel Begeisterung für das Werk des Amerikaners. Die ADAC Motorwelt schrieb: “Raymond Loewy hat sich ein BMW-Fahrgestell erwählt, um ein futuristisch angehauchtes Coupé mit Aluminiumaufbau zu dichten.” In der Automobil Revue stand: “Das von Raymond Loewy für sich selbst in Zusammenarbeit mit Pichon-Parat entworfene Coupé auf einem BMW-Chassis 507 verwirklicht vernünftige Ideen im Streben nach Sicherheit, während seine äussere Form verschieden beurteilt wird.”
Tatsache ist, dass der Wagen seiner Zeit wohl voraus war. Einige Elemente der Form, insbesondere den Schwung im Heckbereich, fand man später beim Loewy-Design für den Studebaker Avanti (1962-1963) wieder.
Der Loewy-507 wurde 2013 in Pebble Beach gezeigt. Er steht in der Sammlung des Natural History Museums von Los Angeles.


























