Von Schnäppchen und Totalverlusten
Hervorgerufen durch die sich unterschiedlich verändernden Wechselkurse und die “Oldtimer-als-Investitionsobjekt”-Welle überlegt sich manch einer, endlich mal zuzuschlagen und sich einen schon lange erträumten klassischen Sportwagen anzuschaffen. Ein paar Klicks auf eBay oder ein Ferienbesuch in den USA und schon ist man stolzer Besitzer eines günstigen englischen Roadsters.
Schnell sind die logistischen Probleme gelöst, der schöne Wagen gelangt auf dem Wasserwege nach Europa, schon träumt man von erspriesslichen Spätherbstausfahrten. Kurzfristig wird der Klassiker beim ausgewiesenen Oldtimer-Spezialisten für einen kurzen Check angemeldet, um für die Zulassungs- und Einlöseformalitäten, sowie die zugehörigen Prüfungen und Kontrollen gewappnet zu sein.
Doch, oh Graus, die Stirne des Mechanikers ist gerunzelt beim nächsten Besuch, gar so manches Üble ist bei einer näheren Inspektion herausgekommen. Aufgeschweisste Bleche wurden gefunden, wo keine hingehören, Rostfrass hat tragenden Chassiselementen beinahe den Graus gemacht, von Originalität keine Spur, die Liste der Mängel und Probleme ist fast unendlich. “Besser wegschmeissen”, heisst vielleicht sogar die Empfehlung des Experten. Und so kann gar aus manchem vermeintlichen Schnäppchen plötzlich ein Totalverlust werden.
Leider ist dieses Geschichte kein Gruselmärchen, sondern ähnliches ist während der letzten Wochen und Monaten viel zu vielen Oldtimer-Enthusiasten passiert.
Drum, prüfe, wer sich binde .... Oldtimerkauf ist und bleibt auch eine Vertrauenssache.
P.S. Die Bilder sind rein illustrativ und haben keinen direkten Bezug zum Text, obschon ja der Mann, der da neben dem Healey steht, schon sehr angestrengt wegzugucken scheint ....






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