Das fahrzeugspezifische Gepäck - für den VW Käfer
Wir kennen das Thema vom teuren Mercedes-Benz 300 SL oder von den edlen Ferrari-Sportwagen. Zum knappen Kofferraum wird ein optimiertes Gepäckset angeboten, oftmals sündhaft teuer, aber eben ideal, um den minimalen Stauraum maximal auszunutzen.
Aber nicht nur für teure Luxussportwagen konnten Kunden früher spezifische Gepäckstücke bestellen, sondern auch für den ganz normalen VW Käfer.
Das Gepäckset gab es bestehend aus Cord-Hartplatte (oben) oder in der Luxusausführung in feinstem Rindsleder mit "apartem Innenausbau". Die günstige Ausführung kostete total Schweizer Franken 79.50 als vierteiliges Set, die Luxusvariante schlug mit Franken 469.50 zu Buche, was immerhin fast 10% des Wertes des Käfers zu der Zeit war.
Aber nicht nur Koffer konnte der zubehörinteressierte Volkswagenfahrer im Jahre 1956 (siehe Verkaufsprospekt-Faksimile) kaufen, sondern auch eine mechanische Scheibenwaschanlage, eine Bosch-Doppelklang-Fanfare, einen Rammschutz für hinten und vorne, ein Werkzeugset zum Verstauen im Reserverad, Radzierblenden, Steinschlagbleche, eine Standheizung, eine Benzinuhr, Aussenrückspiegel, eine Radioantenne, einen Signalring (zur Betätigung der Hupe), Autoradios der Marke Zikada, einen Beifahrerhaltegriff, Ladeflächen für den Innenraum, um nur einige Beispiele zu nennen. Wenn man hier voll zugriff, konnte man locker noch mal Zubehör im Wert von über 30% des Fahrzeugneupreises erwerben. Da hat sich also kaum etwas verändert seither.


















