Auch der Ton gehört zum fahrenden Kulturgut
Was wie ein Jaguar E-Type aussieht hier, ist in Wirklichkeit ein für die Firma Windreich zum Elektroautomobil umgebauter englischer Klassiker. Das tönt wie eine verheissungsvolle Zukunft: Eleganz aus den Sechzigern, umweltfreundliche Technik aus der Gegenwart.
Begeisterung? Keine Spur. Ein Auto wie der Elektro-E-Type mag als technische Fingerübung durchgehen, einen richtigen Oldtimer ersetzt es nicht. Das Publikum blickt gähnend weg, wenn nicht die richtigen Töne aus dem Auspuff erschallen. Es fehlt etwas, wenn man nicht den Reihensechszylinder brummen hört.
So nicht! Wenn das die Zukunft des Oldtimers ist, dann guten Abend! Wenn wir schon über fahrendes Kulturgut nachdenken, dann bitte über tönendes fahrendes Kulturgut. Der Anteil des “Lärms” am Gesamtgeräuschpegel der Massenmotorisierung ist genauso vernachlässigbar, wie der Ausstoss gesundheitsschädlicher Schadstoffe. Oldtimer müssen bewahrt und präsentiert werden, wie sie damals fuhren, nur dann erlauben sie einen Rückblick auf vergangene Zeiten, andernfalls ist es Etikettenschwindel.


























