Zugegeben mein Fehler!

Daniel Reinhard
30.04.2021

Mit meiner Aussage, dass nie Rennsportwagen in Monaco fuhren lag ich leider komplett falsch. Ich wurde eines besseren belehrt und muss zu meiner Schande gestehen, dass ich bis jetzt wirklich nicht wusste, dass 1952 der Große Preis von Monaco für Sportwagen (über 2 Liter Hubraum) ausgeschrieben war, aber keinerlei Meisterschaftsstatus hatte.

Gordini, Jaguar und Aston Martin schickten trotzdem ihre Werksautos ins Fürstentum. Im Rennen über 100 Runden startete Stirling Moss in einem Jaguar C-Type als Zweiter hinter Pierre Levegh im Talbot-Lago. Moss schied aber nach einem Unfall mit Robert Manzon im Gordini aus. Sieger wurde Vittorio Marzotto auf Ferrari 225 S Spider Vignale vor Eugenio Castellotti und drei weiteren Ferrari mit den 2,7-Liter-V12 Motoren. Überschattet wurde dieser "Grand Prix" durch den schweren Unfall von Luigi Fagioli, der mit seinem Lancia Aurelia ausgangs des Tunnels aus bis heute ungeklärten Gründen verunglückte. Drei Wochen später verstarb er an seinen schweren Verletzungen.

Grund für dieses einmalige Sportwagenrennen war die Umstellung der Formel 1 auf die Zweiliter-Formel, die der ACM (Automobil Club de Monaco) nicht haben wollte. Deshalb kann natürlich auch ein Sportwagenrennen beim GP Historique gefahren werden.

Der wunderschöne, im Bild gezeigte, Maserati A6GCS von 1953 hat das Rennen leider auch nicht heil überstanden. Eingangs Schwimmbad-Schikane wurde sein Angriff vom Vordermann übersehen und schon endete das Wochenende mit kräftigen Kaltverformungen an Front und Heck in der Tecpro-Barriere.  

von za******
30.04.2021 (16:42)
Antworten
Eigentlich handelte es sich um zwei separate Wettbewerbe im Fürstentum:
Am 1. Juni 1952 wurde der "Prix de Monte Carlo" für Sportwagen der Klassen bis 750, 1500 und 2000 cm³ ausgetragen und am 2. Jun der o.g. "GP Monaco", für Sportwagen ab bzw. über 2000 cm³.
Im ersten Wettbewerb, den Manzon auf seinem 1500er Gordini gewann und in dem auch Fagioli seinen bösen Trainingsunfall mit dem B20 erlitt, fuhr z.B. Stirling Moss einen Frazer Nash LM Replika und erreichte P16, während er im GP-Lauf auf Jaguar XK120C startete und ausfiel, wie oben erwähnt.
von FelixHaas
01.05.2021 (14:48)
Antworten
Sehr geehrter Herr Reinhard
Ich schätze Ihre Beiträge und Kommentare zur historischen Rennszene sehr. Dennoch möchte ich Ihre Beurteilung zum Unfall Alesi-Werner in Frage stellen. Ihr Freund Jean Alesi hatte nicht die Fairness seinen fehlgeschlagenen Gangwechsel zuzugeben, sodass Marco als Übeltäter bestraft wurde. Auf wundersame Weise sind nun aber Inboardaufnahmen - die es angeblich nicht geben soll - im Netz aufgetreten. Diese zeigen die Ursache für diesen Rennunfall. Bitte in Zukunft etwas vorsichtiger sein mit Schuldzuweisungen.
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