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Mein erstes Autobuch

Bruno von Rotz - 09.10.2017

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Autobuch "Gummiball - die Abenteuer eines alten Autos" - Innenseite

Ich war wohl gerade acht Jahre geworden, da erhielt ich von einer Tante ein Buch. Knapp im Lesealter angekommen verschlang ich es von vorne bis hinten und es war vielleicht kein Zufall, dass es in der Geschichte um ein Auto ging, genauer gesagt um einen Austin Clifton Zwölf-Vier von 1926. Dieser Wagen gehörte einem Briten namens Val Biro, der dann auch der Verfasser des kleinen, nicht ganz 30-seitigen Büchleins war.

Autobuch "Gummiball - die Abenteuer eines alten Autos" - Cover

Das Buch hiess “Gummiball - die Abenteuer eines alten Autos” (in englisch: Gumdrop - the adventures of a vintage car”) und es handelte von einem Vorkriegs-Cabriolet, das von seinem Besitzer geliebt und gehätschelt wurde, bis er zu alt wurde, in die Stadt ziehen musste und den Wagen einer Reparaturwerkstatt verkaufte. Dann nahm eine abenteuerliche Geschichte seinen Lauf, in der der Wagen zuerst als Fluchtwerkzeug nach einem Diebstahl und dann als Teilespender für einen Bauunternehmer (Motor) sowie einen Zigeuner (Räder) dienen musste. Schliesslich landete der Wagen auf einem Feld, wo er einem Landstreicher als Schlafgelegenheit diente, bis ihn schliesslich ein junger Enthusiast entdeckte, restaurierte, mit den originalen Teilen, die er alle auftreiben konnte, wieder aufbaute und damit an einem Concours sogar noch einen Preis gewann. Die Geschichte endet also mit einem Happy End.

Autobuch "Gummiball - die Abenteuer eines alten Autos" - das Vorbild, der Austin Clifton Zwölf-Vier

Val Biro, der Autor, muss seinen Wagen auch ziemlich gut gekannt haben, denn neben dem Märchentext ergänzte er das Büchlein auch noch eine Schnittzeichnung und Erklärungen zum Armaturenbrett und zum Motor.

Autobuch "Gummiball - die Abenteuer eines alten Autos" - Erklärungen zur Technik

Und so lernte ich schon in jungen Jahren einiges über alte Autos, respektive Autos an sich. Und offenbar verschwand die initiale Begeisterung nicht, denn Jahrzehnte später sind zu dem kleinen Büchlein einige Laufmeter weitere Autobücher dazugekommen und auch das eine oder andere alte Auto. Und selbst an die Geschichte des kleinen “Gummiballs” erinnerte ich mein ganzes Leben, als das Märchenbuch vor einigen Tagen jedenfalls wieder zum Vorschein kam, kam es mir schon sehr bekannt vor.

Und die Moral der Geschichte? Vielleicht schenken Sie ihrem Enkel zum 8. Geburtstag einfach mal ein kleines Automärchen zum Lesen und Anschauen, wer weiss was einst daraus entsteht …

Alle Kommentare

 
 
Henk Braaksma:
09.10.2017 (09:18)
Tolles Büchlein. Wir haben Gumball als Zeichentrickfilm gesehen.
219w105:
10.10.2017 (07:19)
Mein erstes Autobuch war das "ADAC-Autotypenbuch", Ausgabe 1968.
Das Titelbild zeigte einen Ooel "Doktorwagen" und auf der Rückseite war eine "DAS"-Werbung mit einem BMW 328 Roadster - diese veranlassten meine Mutter mir das Buch zu bestellen.
Groß war die Enttäuschung, als "nur" technische Daten der damals neuen oder noch nicht sehr alten Autos zum Vorschein kamen, da doch von der ganzen Familie hauptsächlich Fotos erwartet wurden!
Gerade des Lesens mächtig, aber noch nicht in der Schule, begann ich meinen Opa zu nerven, was denn "Radstand" oder "Spurweite vorn" bedeuten.
Zu meinem ersten Autokauf 12 Jahre später traf ich mit diesem Buch und auch mit dem "Autokatalog" von 1975 eine Auswahl, mit der Folge, daß Opel Kadett B zu teuer waren und es nur ein Käfer geworden ist.
Hätte ich doch nur 200 bis 300 DM mehr ausgegeben! VW war und ist nur Schrott!
Antwort von 219w105
10.10.2017 (07:26)
Naturlich hätte es ein Opel und kein Ooel werden sollen!
Ein sehr interessantes Buch war auch "Mit dem Auto kenne ich mich aus" von Hellmuth Dillenburger, das meine spätere Berufswahl stark beeinflußte (Ingenieur).
Wer allerdings Wert auf fahrerisch ambitionierte Autos und nicht auf fragwürdige Assistenzsysteme legt, wird verstehen, daß diese nicht endgültig war...
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