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Wir denken zurück an Peter W. Schutz, ohne den Porsche heute (vermutlich) anders aussehen würde

Bruno von Rotz
31.10.2017

Porsche 911 4x4 1984 (© Porsche AG)

Viele erinnern sich noch an den Vorstandsvorsitzenden von Porsche in den Jahren 1981 bis 1987, Peter W. Schutz, sofort erkennbar an seiner Brille und seinem Haarschnitt. Er starb im Alter von 87 Jahren. Ohne ihn hätte Porsche möglicherweise eine komplett andere Entwicklung mitgemacht, als die, die wir kennen.

Peter W. Schutz (© Porsche AG)

Denn, als Schutz seinen Job antrat, was das Ende der Baureihe Porsche 911 eigentlich schon beschlossene Sache. Schliessich gab es ja den 928, der als Nachfolger für den luftgekühlten Heckmotorsportwagen bereits produziert wurde.

Im Gespräch mit der Automobil Revue im Sommer 1981 konnte er sich einen Dieselmotor im Porsche-Motorraum genauso vorstellen wie ein weiteres Prosperieren des Verbrennungsmotors mit Einsparungen bis 40 %. Da lag er also durchaus richtig.

Auch sein Entscheid, den 911 nicht einzustellen, war goldrichtig, wie die letzten 30 Jahre ja eindrücklich zeigen. Unter seiner Ägide kam das 911 Cabriolet auf den Markt. Er forcierte die Entwicklung des Porsche 959 und damit die Erneuerung des 911. Er führte Porsche auch in die Königsklasse des Prototypenrennsports zurück, um den Verkauf seiner Produkte anzukurbeln. Und auch hier gelang ihm, was seinem Vorgänger am Schluss nicht glückte. Der Umsatz von Porsche vervierfachte sich unter seiner Leitung.

Allerdings gelang dem Sportwagen-Fan auch nicht alles. Als der Absatz in den USA in der zweiten Hälfte der Achtzigerjahre stark zurückging, musste er seinen Platz im Jahr 1987 räumen. Dabei hatte er noch 1981 gesagt, dass er es sich gut vorstellen könne, bei Porsche pensioniert zu werden. Das wäre allerdings erst um das Jahr 1996 der Fall gewesen.

Auf die Frage, ob er sich vorstellen könnte, dass Porsche einmal auch Limousinen anbieten würde, sagte Peter W. Schutz im Jahr 1981: “Bis heute existieren keinerlei Pläne, etwas anderes als einen Sportwagen anzubieten. Ich weiss natürlich nicht, wie die Welt in 20 Jahren aussehen wird. Unsere heutigen Einrichtungen und Kapazitäten sind ausschliesslich für die derzeitige Modellpalette konzipiert.» Ausgeschlossen hat er den Bau von Nicht-Sportwagen, die heute ja bekanntlich den grösseren Anteil der Porsche-Produktion ausmachen, schon 1981 nicht. Er war eben ein verkaufsorientierer Mann.

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