Als man die Instrumente noch placierte ...
Kürzlich, als wir am Bericht über den Fiat 128 3P schrieben, stolperten wir über folgenden Satz, der im Auto Motor und Sport Heft 1/1976 auf Seite 39 abgedruckt war: “Praktisch unverändert blieb das Armaturenbrett mit den großen Rundinstrumenten in der Mitte und den seitlich darunter placierten kleineren Kontroll-Instrumenten für Wassertemperatur und Benzinvorrat.”
Das waren noch Zeiten, als Designer und Ingenieure die Anzeigen auf dem Armaturenbrett nach Geschmack und Belieben verteilen konnten. Heute müssen die Angaben meist auf einem LCD-Bildschirm oder wenigstens in vorgesehenen Steckplätzen für integrierte Anzeige-Boards untergebracht werden.
Früher aber war (fast) jede Uhr, jedes Instrument, jede Anzeige selbständig, verfügte über eine eigenen Stromversorgung, Beleuchtung und natürlich einen spezifischen Geber, wenn es sich nicht gerade um die Zeituhr handelte, die sich sozusagen selber steuerte.Die Ausnahmen waren die Kombiinstrumente, die z.B. Daimler-Benz verbaute, aber über die wollen wir dann ein anderes Mal schreiben.
Weil die Instrumente (meist) voneinander unabhängig waren, konnte man sie auch dort einbauen, wo man wollte. So kam dann durchaus ein Tachometer auch einmal vor den Beifahrer zu stehen, Zusatzinstrumente gelangten in die Mittelkonsole, die Türe oder gar unter den Dachhimmel.
Ob das in allen Fällen immer praktisch und ergonomisch war? Kaum, aber vielfältig dafür und immer wieder überraschend. Und reparieren konnte man die Uhren halt auch einzeln …
P.S. Das Wort "placieren" fiel uns natürlich doppelt auf, denn dessen Schreibweise wurde uns ja von der einen oder anderen Rechtschreibereform gründlich verunmöglicht.


























