Damals noch keine Vollkasko-Mentalität
Vor 30 oder 50 Jahren war die Welt noch eine andere. Wer sich damals als ersten oder auch zweiten Wagen ein Auto zulegte, kaufte sich meist eine günstige Occasion, die er bezahlen und notfalls auch ersetzen konnte, sollte sie ihren Dienst in Folge eines Unfalls oder so versagen. Kaum jemand wollte sich für diese Autos eine Vollkasko-Versicherung leisten, diese wäre meist zu teuer gewesen. An den Wagen wurde dann meist eifrig gearbeitet, um sie in Schuss zu behalten.
Heutzutage aber gehen die jungen Leute zum Händler, suchen sich einen durchaus nicht billigen Neuwagen aus, um ihn über zwei bis vier Jahre zu mieten. Dass der Verleiher hier eine Vollkasko-Versicherung für notwendig erklärt, ist klar, denn nur so kann der Wagen im Schadenfall ersetzt werden.
Andere Zeiten, eine andere Mentalität. Mir jedenfalls war mein Kollege, der sich Ende der Siebzigerjahre einen bereits betagten MG B GT kaufte, nachdem er seinen (mehrjährigen) Datsun 1600 in einer Kurve verloren hatte, durchaus sympathisch. Sein Kommentar dazu damals: Der MG sei nicht allzu schnell, da komme er dann weniger in Gefahr zu rasen ...


























