Marie Kondo und warum sie beim Oldtimer nicht recht hat
Kennen Sie Marie Kondo ? Haben Sie vielleicht sogar eines Ihrer drei Bücher gelesen? Marie Kondo ist ein Ordnungsfanatiker und ihre millionenfach verkauften Bücher bringen einem bei, wie man Ordnung schafft und hält. Das Prinzip ist einfach und es lautet vereinfacht gesagt, dass man wegwerfen soll, was einem nicht wirklich am Herz liegt und dass man den (geringen) Rest nach festen Regeln ablegen/versorgen soll. Simpel.
Aber gottseidank halten sich nicht alle Menschen an diese Devise und vor allem nicht schon seit Jahrzehnten und Jahrhunderten. Denn was für den modernen Menschen heute durchaus funktionieren mag, hätte schreckliche Folgen für das klassische Automobil gehabt. Praktisch gäbe es nämlich kaum Oldtimer, wenn alle Leute ihre Autos entsorgt hätten, sobald sie keine Freude mehr daran gehabt hätten. Und es gäbe keine alten Magazine und Bücher über die Autos von früher mehr, denn sie wären im Altpapier gelandet, sobald sie den Status “Lieblingsbuch/-heft” verloren hätten. Und gleiches gilt auch für Ersatzteile und all das Allerlei, das heute zum klassischen Auto und seinem Umfeld gehört, seines nun Neon-Leuchtzeichen von damals oder die alte Werkstatteinrichtung.
Ordnung und der Fokus auf das Wesentliche haben sicherlich viele Vorteile, aber wir sind heute froh um all die Sammler und Enthusiasten, die Tausende von Zeitschriften, einst unnütze Zubehör- und Ersatzteile und natürlich auch die alten Autos aufgehoben haben, so dass wir uns heute noch daran erfreuen können.


























