Ein Elektro-Sportwagen lange vor Fisker und Tesla
Die Firmenchefs von Fisker und Tesla sehen sich ja gerne als die grossen Innovatoren, die mit neuen Ideen und Konzepten die Mobilität revolutionieren. Aber tatsächlich gab es fast 40 Jahre vor den modernen Elektromobilen bereits einen Elektrosportwagen, der es beinahe in die Serie geschafft hätte.
Edmond X. Ramirez gründete Anfangs der Siebzigerjahre die Amectran Corporation, der Name stand für “American Ecological Transportation” und das zentrale Produkt, das in den Siebzigerjahren entwickelt und gegen Ende des Jahrzehnts präsentiert wurde, hiess Amectran EXAR-1, ein von Pietro Frua modern eingekleideter Sportwagen mit Kunststoffkarosserie, speziell entwickelten Reifen von Goodyear und einem Elektromotor von General Electric. Ramirez war der Ansicht, das ein Elektroauto grundlegend anders konstruiert sein müsse als ein herkömmliches Fahrzeug und dass auch innovative Ansätze bei Produktion, Vertrieb und Wartung nötig wären.
Im Vergleich zu Tesla und Konsorten musste sich der Amectran allerdings mit deutlich weniger Leistung zufrieden geben, 27 PS wurden genannt. Die Fahrwerkskomponenten stammten wohl von BMW, Frua hatte einen seiner BMW-Entwürfe als Basis verwendet. Mit über zwei Tonnen Gewicht wurden 1979 rund 137 km/h Spitze und 12 Sekunden für die Beschleunigung von 0 bis 60 Meilen (96 km/h) erwartet. Als Reichweite waren mit rund 700 bis 800 kg Bleibatterien dank Rekuperationsfähigkeit 120 bis 160 km angepeilt.
Der Wagen wurde damals rund um die Welt gezeigt und mit viel Lobgesang bedacht, doch trotz gemeldeter 22’000 Bestellungen (und einer entsprechenden Anzahl von USD 1000) kam es nie zur Serienproduktion.
Den Slogan “Anything Else is Obsolete” (alles andere ist überflüssig) konnte der Amectran EXAR-1 also nicht ganz wahrmachen. Mal sehen, ob das seine späten Nachkommen besser hinkriegen ...
Weitere Details zum EXAR-1 finden sich auf der Pietro-Frua-Website .


























