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SCW19

In Gedanken an Rico Steinemann

Daniel Reinhard - 12.06.2013

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Rico Steinemann in jungen Jahren

Heute vor genau zehn Jahren starb ein Mann, vor dem man sich noch heute tief verneigen sollte. Ein Mann dessen Herz Tag und Nacht für den Rennsport schlug. Ein Mann, ausgestattet mit zahlreichen Talenten.

Er holte nicht nur mit dem Porsche 907 am 29.9.1968 zusammen mit Dieter Spoerry den 2. Gesamtrang bei den 24 Stunden von Le Mans, er war auch Inhaber von 14 Geschwindigkeits-Weltrekorden einerseits mit einem Porsche 911R in Monza (wir haben darüber berichtet) und anderseits mit dem Mercedes C111.

Dazu kamen 4 Jahre als Rennleiter bei Porsche, wo er für insgesamt fünf WM-Titel verantwortlich war.

Er war zudem TV-Kommentator beim Schweizer Fernsehen für diverse Übertragungen von F1-Rennen. Später war er auch im ZDF als Auto-Tester zu sehen. Zuletzt war er noch lange Jahre PR-Direktor der Mercedes-Benz Schweiz AG und Präsident der Schweizer Automobil-Importeure.

Schon diese lange Liste macht die grossartige Karriere von Rico Steinemann deutlich. Dem ist aber noch nicht genug.

Das originale "powerslide"

Vor genau 50 Jahren, im Januar 1963 war erstmals das neue Motorsport-Fachmagazin "powerslide" am Kiosk zu kaufen. Ein Magazin über den Rennsport, welches zu jener Zeit auf dem deutschsprachigen Markt absolut einmalig war. Es wurde mit grosser Liebe und viel Enthusiasmus produziert, war bei den Lesern beliebt und bei den Kennern geachtet. Doch leider hat nur der Name "powerslide"  bis heute überlebt, zunächst noch als "Motor Sport aktuell powerslide" und heute wieder als "powerslide", einem Magazin für historischen Motorsport.

Das Magazin "powerslide" und seine Nachfolger

Rico Steinemann gründete das "powerslide" anfangs der Sechzigerjahre zusammen mit dem Schweizer Werbegrafiker Arthur Blank, einem begnadeten Amateur-Rennfahrer!

Dazu kamen der Layouter und Karikaturist Rene Schöni und Fotograf Max Pichler ins Team. Was diese Truppe damals realisierte bleibt bis heute das Mass der Dinge. Einzigartige Geschichten, wie zum Beispiel Rico Steinemann seinen Freund Jo Siffert zu dessen Nordamerika Rennen begleitete, wurden geschrieben. Geschichten, die man noch heute mit grosser Begeisterung lesen kann, und Geschichten die in der heutigen Welt des Motorsportes undenkbar geworden sind.

Grosser Wertschätzung erfreute sich nicht nur der Text, auch das Bild wurde viel Bedacht ausgewählt. Auch hier zeigte man Mut und blieb nicht bei 0-8-15-Bildern, sondern zeigte den Motorsport in seiner schönsten Form. Anfänglich in schwarz-weiss, später auch in Farbe sind die Hefte noch heute eine absolute Augenweide.

In fast jedem Heft wurden Rennwagen mit perfekten Schnittzeichnungen in Posterform portraitiert. Auch der Humor kam nie zu kurz. Ob in witzigen Bildern oder einzigartigen Karikaturen, so gab es jeden Monat viel über den Motorsport zu schmunzeln.

Rico Steinemann war bis Ende 1968 Chefredaktor und wechselte 1969 als Porsche-Sportchef und Nachfolger von Huschke von Hanstein nach Stuttgart. Sein Amt als Chefredaktor bei powerslide übergab er keinem geringeren als dem später als BMW-Rennleiter bekannten Österreicher Dieter Stappert. Dieter hielt die Qualitätsansprüche des Blattes genauso hoch wie sein Vorgänger.

Rico Steinemann verliess uns viel zu früh am 12. Juni 2003 kurz vor seinem 64. Lebensjahr. Das gleiche gilt auch sein Nachfolger Dieter Stappert, der am 17. Oktober 2008. im 66. Altersjahr von uns ging!

 

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