Ein Lamborghini Miura als rasender Pantoffel mit 300 km/h Spitze
Luigi Colani war und ist immer für aufsehenerregende Entwürfe gut. Als die Firma Bostik GmbH ihn 1971 bat, für die Kunststoffmesse K71 in Düsseldorf die Anwendung von Kleb- und Dichtstoffen zu demonstrieren, kam dabei ein Mittelmotorsportwagen für zukünftige “gegenverkehrsfreie Verkehrsarterien” heraus.
300 km/h wurden dem Mittelmotor-Renner angedichtet und die Form sah tatsächlich sehr windschlüpfrig aus. Unter der Kunststoff-Karosserie steckte gemäss damaliger Berichterstattung der ADAC Motorwelt das Chassis des Lamborghini Miura. Etwas vorsichtiger beschrieb dies die Automobil Revue damals: “Als Antriebsaggregat ist ein quergestellter Zwölfzylinder-Mittelmotor angedeutet.”
Die Besatzung jedenfalls sassen unter einer Glastüre ganz vorne im Auto, die Füsse in Formel-1-Manier knapp hinter der vorderen Begrenzung. Ob sich jemand getraut hätte, mit diesem Geschoss so schnell zu fahren, darf in Frage gestellt werden, für Aufsehen aber sorgte die Studie mit grossem Erfolg.
Und ob tatsächlich ein Miura für das Konzeptfahrzeug sein Leben lassen musste, entzieht sich unserer Kenntnis ...


























