Die Ähnlichkeiten zweier total verschiedener Fahrzeuge
Wer die beiden Fahrzeuge Rolls Royce Camargue und Morgan Plus 8 zusammen unbedarft betrachtet, wird auf Anhieb kaum Ähnlichkeiten zwischen ihnen entdecken. Doch auf den zweiten Blick offenbaren die beiden Kleinserienprodukte überraschend viele Übereinstimmungen. So haben beide einen Achtzylinder im Bug, der die Hinterräder antreibt. Beide wurden in fast homöopathischen Grössenordnungen für Leute mit dem besonderen Geschmack gebaut. Beide waren für Selbstfahrer und nicht für Chauffeure konzipiert und beide blicken als Marke auf eine lange Geschichte zurück, die bei Morgan bis 1909, bei Rolls Royce sogar bis 1884 zurückreicht. Und - was vielleicht am überraschendsten ist - beide werden heute als Oldtimer zu ähnlichen Preisen gehandelt.
Überraschend ist dies deshalb, weil der Rolls Royce Camargue das damals teuerste Auto überhaupt war, das man sich "von der Stange" kaufen konnte, während ein Morgan zwar nie billig, aber doch im Vergleich zu den Fahrleistungen preisgünstig war. Ein weiterer erheblicher Unterschied zeigt sich in der Bauweise, denn der Camargue ist selbsttragend konstruiert, während der Morgan auf ein Chassis und einen Holzaufbau mit Blechverkleidung vertraut.
Wenn man vom Morgan in den Rolls Royce umsteigt, dann erst zeigen sich einem die wahren Unterschiede, wenn wir vom Design einmal völlig absehen. Der kompakte Morgan ist und war ein urtümlicher Roadster, bei dem es um nichts anderes als die Fahrfreude geht, während der ausladende Camargue nach Komfort und Luxus pur strebt.
Ich würde am liebsten beide in meiner Garage stehen haben, denn es gibt Tage für den einen wie für den anderen.
Auf Zwischengas gibt es aber schon bald mehr über diese beiden Engländer zu lesen und die beiden Fotos verstehen wir nur als Appetitanreger.


























