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Traumwagen Chevrolet Corvair Monza GT und SS - wenn man hätte dürfen

Erstellt am 29. Oktober 2011
, Leselänge 3min
Text:
Bruno von Rotz
Fotos:
Tom Wood (RM Auctions) 
5
Archiv 
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In den frühen Sechzigerjahren lieferten sich Ford und General Motors auch bei den Konzeptfahrzeugen einen Wettstreit. Ford hatte unter anderem mit dem Mustang vorgelegt und ein Mittelmotorfahrzeug präsentiert, General Motors präsentierte folgerichtig ebenfalls einen Wagen mit dem Motor vor der Hinterachse. Die Basis (Motor und Getriebeeinheit) kamen vom Chevrolet Corvair, die Antriebseinheit mit sechs luftgekühlten Zylindern wurde aber um 180 Grad gedreht, womit aus dem Heckmotor- ein Mittelmotor-Konzept entstand.

XP 777

1962 wurde die Studie, zu diesem Zeitpunkt XP 777 genannt, zum ersten Mal gezeigt und zwar beim Rennen des Sports Car Club of America bei Elkhart Lake. Das atemberaubende Design raubte den Besuchern fast den Atem. Berichte von damals nennen einen ultraleichten Gitterrohrrahmen als Basis und eine leichte, zweisitzige Kunststoffkarosserie und implizieren ein tiefes Gesamtgewicht.

Dem widerspricht allerdings der damalige Design-Chef Bill Mitchell, der das Konzeptfahrzeug mit Larry Shinoda, Designer der Sting Ray Corvette, entworfen hatte: “Ich wollte etwas exotischeres (im Vergleich zur Corvette), so entstand die sich öffnende Kuppel. Es ist noch heute ein schönes Auto, aber das Fahrzeug war zu schwer.”

Beim Motor sprachen damalige Berichte von 220 PS Leistung, was auf einen turbo-beatmeten Motor hinwies und eine Beschleunigungszeit von 0 bis 100 km/h von 5 Sekunden. Scheibenbremsen an allen vier Rädern (zum ersten Mal bei General Motors) sollten das Fahrzeug sicher verzögern.

Die technische Verantwortung bei der Entwicklung hatte übrigens Zora Arkus-Duntow. Designtechnisch waren Anklänge des von Bertone gezeichneten Chevrolet Testodo, der ebenfalls eine sich über dem Fahrer öffnende Kuppel aufwies, sichtbar, trotzdem können das Design und insbesondere viele Detaillösungen als eigenständig betrachtet werden. An der Form wurde ausgiebig im Windkanal gefeilt.

Präsentation an der New York Autoshow 1963

Offiziell und einer breiteren Öffentlichkeit wurde der Chevrolet Corvair Monza GT, so hiess der Wagen nun offiziell, dann an der Autoshow in New York im April 1963. Zum silberfarbenen Coupé hatte sich jetzt auch eine knallrote offene Version, “Monza SS” genannt, gesellt. Der Monza GT wies jetzt den luftgekühlten Sechszylindermotor vom Serien-Corvair, gekoppelt mit einem vollsynchronisierten Vierganggetriebe auf, der weiterhin als Mittelmotor eingebaut war, während im Monza SS der Motor im Heck ruhte, wie im normalen Corvair.

Beim Monza GT waren, anders als bei den meisten “normalen” Autos, nicht die Sitze, sondern die Pedalerie, Lenkrad und die beiden kleinen Kopfstützkissen verstellbar. Zudem konnte das Lenkrad zwecks einfacherem Einstieg beiseite geschoben werden und zur Durchlüftung des Innenraumes konnten die treppenförmig angeordneten Lamellen an der Heckpartie vom Fahrersitz aus verstellt werden.

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Kompakter und vor allem flacher als der serienmässige Corvair

Der Monza GT war 419 cm lang, 158 cm breit und 107 cm hoch, während der Monza GT in der Länge 418 cm, in der Breite 163 cm und in der Höhe nur 76 cm mass. Der Radstand war gegenüber dem Serien-Corvair beim GT um 33 cm, beim SS um 43 cm kürzer.

Traumwagen und Einzelstücke

Das Coupé Monza GT blieb genauso ein Einzelstück wie der Spider Monza GT, allerdings war die offene Version einer Serienproduktion näher als die geschlossene. Doch die Probleme mit dem Standard-Corvair wegen Sicherheitsprobleme und Konsumentenschutzkritikern (u.a. Ralph Nader) machten eine Weiterentwicklung der Prototypen nicht vordringlich.

Einige der Design-Ansätze flossen aber direkt in die 1968-er-Corvette und auch beim deutschen Opel GT sind verschiedene Anklänge an den Monza GT und SS zu finden.

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