Der Baby Ferrari aus Turin
Keiner zu klein, ein Ferrari-Fahrer zu sein. So dachte zumindest die Firma, die in den Fünfzigerjahren den “Bimbo Racer 12”, einen Mini-Ferrari, anbot. Für vier- bis zehnjährige Besatzungen - zwei Personen hatten in der Barchetta Platz - war der Wagen gemäss Verkaufsprospekt zugeschnitten. Und er offerierte alles, was sich Kinder in so jungen Jahren wohl erträumten, also richtige Reifen, richtige Bremsen, funktionierende Lichter, eine Gangschaltung und ein Gaspedal. Sogar eine italienische Sportwagen-Hupe war dabei.
Der 12-Volt-Motor leistete 125 Watt bei 1’000 Umdrehungen und wurde durch eine normale Autobatterie gespeist. 7 Meilen (oder 11 km) pro Stunde schnell soll der schnittige Sportwagen gewesen sein. Die Reichweite betrug 35 Meilen oder rund 50 Kilometer, was dem Nachwuchs für fünf bis sechs Stunden unterbruchfreies Fahren genügte.
Vertrieben wurde der “Bimbo Racer 12“ von der Firma “Ferrari, Inc". in San Francisco.
“Look Daddy ... it’s just like a Big People’s Car!”, stand auf dem Prospekt, also ungefähr: “Schau Papa ... der Wagen sieht genau aus wie die Autos der Erwachsenen” ... und das sollte er auch, denn die Verkäufer behaupteten schliesslich, das Design stamme von Michelotti, der wohl tatsächlich das Vorbild gezeichnet hatte. Gebaut wurde der Mini-Ferrari übrigens in Turin und zwar von Hand.
Den Originalprospekt haben wir natürlich im Zwischengas-Archiv abgelegt. Viel Vergnügen!


























