Die Zukunft war 1983 digital
Vor 30 Jahren ging die Autowelt in Richtung Digitalanzeige im Armaturenbrett. Wer nicht Ziffern statt Zeiger, LCD statt Analoginstrumente in seinem Angebot hatte, war praktisch veraltet.
Der Veredler bb-auto aus Frankfurt zeigte am Genfer Salon 1983 eine nochmals vereinfachte und damit bedienungsgerechtere Ausführung ihrer Dinfos-Anzeigeinstrumente (Dinfos = digitales Informations-System). Allerdings erinnerte dieses in seiner Komplexität und der umfangreichen Tastenausstattung fast eher an Raumschiff Enterprise, als an ein blind bedienbares Fahrzeugarmaturenbrett.
Stärker in Richtung Vereinfachung ging VDO, die mit Elektronik das Armaturenbrett revolutionieren wollten. “Massgeschneidert für den Fahrer, lautete das Stichwort zur “richtungsweisenden Studie”.
Originalton VDO: Hauptmerkmal ist das beweglich gelagerte zentrale Flüssigkristalldisplay. Dieses läss sich genau auf die Blickrichtung jedes Fahrers einstellen. So kann sowohl Höhe als auch Flächenneigung der Instrumentierung jedem Blickfeld angepasst werden. Hinzu kommen zwei Anzeigefelder für den integrierten Bordrechner und den Zentralinformator auf den ebenfalls beweglichen seitlich platzierten Satelliten. Sie bieten dem Fahrer wichtige Zusatzinformationen, die er jedoch nicht ständig im Blickfeld haben muss. Denn auch hier ist oberstes Zeil, den Autofahrer vor Reizüberflutung zu schützen!”
Nun, seither ist viel passiert und nur wenige Fahrzeuge, etwa der Audi Quattro, haben tatsächlich auf digitale Anzeigen im grösseren Stil gesetzt. Heute werden zwar die Instrumente zunehmend durch LCD-Anzeigen ersetzt, diese mimen aber meist die alte Analogtechnik.
























