Aus den Anfangszeiten des Autotelefons vor fast 60 Jahren
Bereits 1956 hatten wichtige und reiche Leute die Möglichkeit, aus dem fahrenden Auto zu telefonieren. Rund DM 4’000 bis 5’000 kostete das in den Wagen einzubauende Gerät, immerhin um einiges mehr, als der Preis eines neuen VW Käfers. Die monatliche Grundgebühr für den Anschluss betrug DM 60, die Gesprächskosten waren nicht teurer als diejenigen über das Festnetz.
Soweit so gut. Es gab aber auch ein paar kleine Einschränkungen. Telefonieren konnte man vorerst nur zwischen Karlsruhe und Dortmund, respektive dem Umfeld der Autobahn. Pro Leitstelle, die für die Vermittlung der über Kurzwelle eingehenden Anrufe aus dem Auto zum Festnetz nötig waren, konnte gleichzeitig nur ein Anruf getätigt werden. Das empfand man damals offensichtlich nicht als schlimm, da der Abstand der Leitstellen “nur” rund 50 km betrug.
Schon damals sah man viele praktische Anwendungen, vom Landarzt, über den Journalisten, bis zum Spediteur und der Feuerwehr.
Über die Gefahren wegen Telefonierens während der Fahrt dachte man damals noch nicht nach, es wurde dem Nutzer aber empfohlen, während des Gesprächs stehenzubleiben, um klaren Empfang zu behalten.
Übrigens stammt das auf dem Bild dargestellte Telefon aus einer viel moderneren Zeit, es wurde nämlich im Jahr 1969 in einem Mercedes-Benz 600 aufgenommen.































