Autorennbahnen - Boom in den Sechzigerjahren

Werner Bartholai
24.02.2013

Eröffnung einer Autorennbahn (slotcar racing) in Bern im Jahr 1966

Mitte der Sechzigerjahren boomte “Slotcar-Racing”, also die Autorennbahnen, in Europa. Das schnelle Befahren von kurvigen Bahnen Seite an Seite zog Jung und Alt in seinen Bann. Die Autos im Massstab 1:32 oder auch 1:24 absolvierten dabei, gehalten von einem Führungsruder in einem Längsschlitz der Rennstrecke, schnell und zusammen mit 3, 5 oder gar 7 anderen Konkurrenten ihre Runden.

Die professionellen Strecken wurden oftmals aufwändig aus dem vollen geschnitzt, aber es gab auch Einstiegspackungen mit zusammensteckbaren Schienenstücken für den Nachwuchs, Scalextric, Fleischmann, Märklin, Carrera, Faller, usw. boten Autorennbahnen in unterschiedlichen Grössen und Preisklassen an.

Nach einem Abflauen des Interesses in den Achtziger und Neunzigerjahren feierten die Autorennbahnen in der Neuzeit einen erneuten Aufschwung.

P.S. Unser Archiv-Bild zeigt die Eröffnung einer professionellen Autorennbahn in Bern im Jahr 1966. Das Einstiegsrennen wurde von acht Damen im sportlichen Overall gefahren.

von be******
27.02.2013 (15:23)
Antworten
Ich habe als Kind in den 60er Jahren diesen Boom miterlebt. Jedes Cafe, das etwas auf sich hielt, stellte in einem Hinterzimmer eine Slot-Bahn auf in Wien. Da gab es dann so Highlights, wie AEZ oder Lugeck.

Als 10jähriger bekam ich von meinen Eltern zu Weihnachten auch eine Rennbahn, eine Scalextric. Aber nicht als Starterset, sondern enzelne Schienen. Die Autos waren damals von Cox, ebenso die Regler. Den Trafo hatte mein Vater selber gebaut. Dieses schwere, würfelförmige Ding, obendrauf eine Diodenplatte als Gleichrichter ... begleitete mich durch meine Jugend.
Ja, und dann ebbte der Boom wieder ab, die Bahn verschwand für Jahrzehnte am Dachboden.

Einmal sollte sie kurz, vor etwa 10 Jahren, aus dem Dornröschenschlaf erweckt werden, als meine Töchter die Schachteln entdeckten und meinten, "da muss was geschehen ..."

Also einen Starterkit gekauft, denn der Trafo hatte schon lange das Zeitliche gesegnet und die Autos waren auch schon sehr mitgenommen.

Und dann kam noch eine Nachzüglerin, 5 Jahre alt, und das gleiche Spiel beginnt von vorne.
Das gleiche Spiel?
Nein!

Inzwischen war das digitale Zeitalter angebrochen für die Bahnen!
Und so fasziniert es mich, wie aus einem alten Spiel wieder etwas ganz Neues entsteht. Und die Digitalisierung ist noch nicht einmal zu Ende gedacht ...
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