Klassikerperlen der Zukunft - Mazda MX-5
Man braucht wohl kein grosser Sternendeuter zu sein, um den Erfolg des Mazda MX-5 auch als zukünftigen Oldtimer-Klassiker voraussagen zu können. Und allzuweit weg ist der Zeitpunkt auch nicht mehr, an dem der quirlige Japan-Roadster die Dreissigjahregrenze hinter sich lässt. Es sind noch exakt 6 Jahre, um genau zu sein, denn 1989 wurde die Produktionsversion des kompakten Cabriolets vorgestellt.
Bei der Entwicklung des ursprünglich auf den amerikanischen Markt ausgerichteten Sportwagens schielten die Mazda-Ingenieure und Designer ein wenig in Richtung Lotus Elan, selbst das Aussehen des Motors erinnerte an den beliebten Leichtgewichtssportler aus England. Mit ursprünglich geplanten Produktionsgrossen unter 10’000 pro Jahr verrechneten sich die Mazda-Strategen gründlich, bereits Ende 1990, also nach nicht einmal ganz zwei Jahren, waren schon über 140’000 Fahrzeuge produziert, der knappe Nachschub führte in Europa sogar zu Grauimporten.
Zuerst kamen (ab 1989) sowieso die Amerikaner und er Heimmarkt zum Zug. Erst im Februar 1990 wurde der offizielle Import nach Europa gestartet. Ich erinnere mich noch gut, dass das Jahreskontingent für die Schweiz - als Farben standen Rot, Blau oder Silber zur Wahl - schon wenige Tage nach der offiziellen Ankündigung ausverkauft war, war aber einer der Glücklichen, die sich eines der ersten Fahrzeuge - noch ohne Airbag und jeglichen technischen Firlefanz - bestellen konnten.
Er lag gut auf der Strasse, war anspruchslos und selbst der Ton erinnerte fast an englische Klassiker der Sechzigerjahre. Das Dach konnte mit einem Handgriff von innen geöffnet und geschlossen werden und das langweilig wirkende Lenkrad war im Nu gegen eine Momo-Variante ausgetauscht. 115 PS reichten für ein flottes Vorwärtskommen, was wollte man mehr in einem Markt, der cabrio-mässig fast einer Wüste glich, denn ausser Alfa (Spider mit Gummispoiler) und Pininfarina (Eurospider) wollte kaum ein Hersteller richtig offene Autos im unteren Preissegment bauen.
Bis 1998 wurde der Ur-MX-5 (je nach Markt auch Miata oder Eunos Spider genannt) gebaut, der Nachfolger musste dann auf die charakteristischen Klappscheinwerfer verzichten.
Als Youngtimer ist der erste Mazda MX-5 schon heute beliebt und auch als Oldtimer wird er Karriere machen. Das immer noch gute Angebot und die robuste Konstruktion werden dafür sorgen, dass er ein einigermassen preiswertes Vergnügen bleibt.

































