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Wie sich Supersportwagen und ihre Gegner Ende der Achtzigerjahre bei Höchstgeschwindigkeit anfühlten ...

Bruno von Rotz
31.07.2022

Supersportwagen der späten Achtzigerjahre (© ams)

Es war im Jahr 1988, als sich die Test-Crew von “auto motor und sport” mit vier Supersportwagen auf den Weg nach Italien machte, um die Konkurrenten Ferrari F40, Mercedes-Benz AMG 6.0 32 V, Porsche 959 und Ruf-Porsche CTR auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Nardo gegeneinander antreten zu lassen. Zwei Tunig Autos kämpften also gegen die Supersportwagen-Elite jener Zeit.

ams-Online-Redaktor Gregor Hebermehl fasste kürzlich den Beitrag zusammen , aber wir möchten hier noch ein paar Dinge nachreichen. Der originale Artikel in ams 25/1988 (zu finden in unserem Zeitschriftenarchiv) lief damals unter dem Titel “In Reih und Speed”.

Dass so eine Testfahrt nicht ganz problemlos ist, kommentierten Götz Leyrer und Bernd Ostmann damals im Artikel unter anderem mit dieser Beschreibung: 
“Über 400 km/h wurden bei Weltrekordfahrten in Nardo schon erreicht, mit speziellen Rekordautos, versteht sich. Tempo 300 mit Straßensport­ wagen sind aber selbst in Nar­do nicht ganz problemlos. Die Querbeschleunigung ‘g’ liegt dann, trotz der Überhöhung, bei knapp 0,2; der RUF-Porsche beispielswweise lastet dann mit 1300 kg auf der Fahrbahn – Werte, die bei den Reifenspezialisten für Albträume gut sind. Porsche empfahl deshalb zwei langsame Auslaufrunden zur Abkühlung nach jedem Höchstgeschwindigkeitsversuch. Alois Ruf hatte einen separaten Reifensatz eigens für die Messungen reserviert. Allein Ferrari stand dem Test mit der ganzen Nonchalance langjähriger Formel-1-Erfahrung gegenüber. Reifenprobleme? Keine, wenn man nur die Anweisungen befolgt, die in jedem F40 an der Frontscheibe klebt: 3,0 bar Reifendruck für Geschwindigkeiten über 300 km/h.”

Supersportwagen der späten Achtzigerjahre (© ams)

Der Vollständigkeit sei gesagt, dass der F40 so 321 km/h erreichte, aber vom 959 mit 339 km/h noch übertrumpft wurde. Hier hatte allerdings Porsche tüchtig nachgerüstet, offensichtlich handelte es sich beim Testwagen um den stärksten 959, der je das Entwicklungszentrum in Weissach verliess. Trotzdem fuhr einer noch schneller, der RUF-CTR. Satte 342 km/h legte der froh und es war klar, dass er sich dabei nicht an die offizielle Leistungsangabe halten musste. Der AMG-Mercedes kam da nicht ganz mit, aber er war sicherlich der bequemste der vier Probanden.

Wenn man die damalige Beschreibung liest, kann man sich nur wundern, wie heutige Hypersportwagen mit 1000, 2000 und letzthin sogar 5200 PS ihre Leistung in zuverlässigen und gefahrlosen Vortrieb umsetzen wollen …

P.S. Es lohnt sich, den ganzen Test nochmals zu lesen, oder zumindest die Zusammenfassung von Kollege Gregor Hebermehl.

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