Ersatzteilprobleme neuer Art
Wenn unter Kollegen über Ersatzteilprobleme diskutiert wird, dann ist die Rede meist von komplexen Elektronikteilen oder raren Interieurkomponenten. Aber, wie Gespräche mit Ersatzteilspezialisten gezeigt haben, gibt es, wegen Corona und den Kriegswirren im Osten, inzwischen noch ganz andere Ersatzteilprobleme, wo man sie gar nicht erwartet hätte.
Selbst britische Autos wie einen Triumph Spitfire oder einen MG A, bei denen man immer von problemlosem Nachschub ausgegangen wäre, kann es plötzlich mit kritischen Teilen hapern. Ob Schwimmerventile für SU-Vergaser, Hauptbremszylinder oder Pumpen für die Scheibendusche, Beleuchtungs- oder Elektokomponenten, plötzlich fehlt etwas überall, niemand kann mehr liefern. Dies liegt unter anderem daran, dass die Briten die Nachfertigung nach Indien oder zu anderen asiatischen Ländern ausgelagert haben und wenn dann plötzlich die Seefracht nicht mehr funktioniert oder ein Unterlieferant wegen der Pandemie das Zeitliche segnet, bricht die “Supply Chain” zusammen. Für den Besitzer eines Klassikers kann dies bedeuten, dass er länger auf ein Teil warten muss, umbauen muss oder sogar zur Stilllegung gezwungen ist.
Vielfach findet sich dann schliesslich zwar doch noch eine (vielleicht teure oder nur temporäre) Lösung, aber bis zu dem Punkt ist dann manche Schweissperle den Nacken heruntergekullert.
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