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Erinnerungen an den 600. Grand Prix der Formel 1

Daniel Reinhard
16.05.2022

Jacques Villeneuve, Sieger GP. Argentinien 1997 (© Daniel Reinhard)

Bei uns dreht sich diese Woche alles um die Zahl 600. Blicken wir deshalb einfach einmal 25 Jahre zurück, so befinden wir uns in der 48. Formel-1-Saison und kommen am 13. April 1997 zum dritten WM-Lauf nach Argentinien zum 600. Rennen der Grand-Prix-Geschichte seit Silverstone 1950.

Der Kampf um den Titel spielte sich 1997 zwischen Michael Schumacher und Jacques Villeneuve ab, am Ende hatte der Kanadier nach einem äusserst dramatischen Finale in Jerez die Nase vorn.

Villeneuve gewann in Buenos Aires sein zweites Saisonrennen und das auch noch im Krankenstand und als einziger mit drei Boxenstopps “... um ihn etwas von seiner Magen-Darmgrippe zu schonen", wie der Technikdirektor von Williams, Patrick Head meinte.

Villeneuve, dessen Vaters Tod sich diese Tage (8. Mai 1982) zum 40. mal jährte, profitierte vom Startcrash Schumachers mit Barrichello und Coulthard, der sinnlosen Kollision der beiden Jordan-Piloten, sowie dem Ausfall des sensationellen Olivier Panis im Prost-Mugen, der den Kanadier mächtig unter Druck setzte.

Trotz Getriebeproblemen, wie sie Heinz-Harald Frentzen schon in Brasilien beklagte, hielt der Kanadier den Ferrari von Eddie Irvine, der mit nur zwei Boxenstopps ins Ziel kam, in Schach. Der gebürtige Ire mit britischer Lizenz, gab schlussendlich alle Angriffsversuche auf, nachdem die italienische Presse bereits seinen Kopf gefordert hatte. Viel wichtiger waren ihm da die sechs WM-Punkte für den zweiten Platz, als einen möglichen Totalausfall der Scuderia zu riskieren.

Sieger Jacques Villeneue neben Ralf Schumacher bei der Siegerehrung zum GP Argentinien 1997 (© Daniel Reinhard)

Ralf Schumacher, der Bruder von Michael, wurde am Ende bester Deutscher, nachdem er in der 25. Runde seinen Teamkollegen Giancarlo Fisichella von der Strecke boxte. Er fuhr in seinem erst dritten F1-Rennen auf das Podium und musste sich auf Druck des vor Wut kochenden Eddie Jordan beim Italiener entschuldigen. Eddie: "Ohne diese völlig sinnlose Kollision hätten wir das Rennen wohl gewonnen."

Argentinien brachte einige sehr erfolgreiche Rennfahrer hervor. Allen voran natürlich Juan Manuel Fangio (24.6.1911 - 17.7.1995), das riesige Ausnahmetalent mit fünf Weltmeistertiteln (1951, 54, 55, 56 und 57) in der Frontmotor-Aera. Dann sein Kontrahent José Froilan Gonzalez (5.10.1922 -15.6.2013) der hinter seinem Landsmann 1954 auf Ferrari Vizeweltmeister wurde. 1981 wurde mit Carlos Reutemann (12.4.1942 - 7.7.2021) ein weiterer Gaucho, sogar mit Schweizer Wurzeln, Vizeweltmeister.

Gonzalez und Reutemann liessen es sich, damals noch bei bester Gesundheit, nicht nehmen den 600. GP nahe von Buenos Aires auf dem Autodromo Oscar Alfredo Galvez am 13. April 1997 persönlich zu besuchen.

Williams holte 1997 den 9. und bisher letzten Fahrer- wie auch Konstrukteurstitel, seither dümpeln sie ziemlich abgeschlagen den Schnellsten hinterher.

Frank Williams (16.4.1942 - 28.11.2021) stellte zudem 1981 das Auto für den Vizeweltmeister und späteren Gouverneur von Santa Fé Carlos Reutemann, mit Spitznamen auch gerne "El Lole" genannt.

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