Der Mercedes-Benz G vor der G-Klasse
1979 präsentierte Mercedes-Benz (zusammen mit Puch) die G-Klasse auf dem Genfer Autosalon. Doch es gab bereits zuvor ein ähnlich gelagertes Fahrzeug im Mercedes-Typenprogramm, nämlich den Typ G5 aus der Reihe W152.
Gedacht war der G5 als Geländewagen für militärische und zivile Einsatzzwecke und er sollte bei der Wehrmacht zum Einsatz kommen. Der Typ 170 VL, der mit ähnlichen Zielen entwickelt worden war, hatte keinen Erfolg gehabt, lieferte aber die technische Basis für den G5.
Ausgerüstet mit einem Zweiliter-Vierzylindermotor mit 45 PS und einem unsynchronisierten Fünfganggetriebe verfügte der G5 über drei Sperrdifferentiale und eine abschaltbare Allradlenkung. Im Gegensatz zur “modernen” G-Klasse waren die Räder einzel aufgehängt, vorne mittels Doppelquerlenker und hinten über eine Pendelachse. 1860 kg schwer war der knapp vier Meter lange und 1,68 Meter breite Geländewagen, der auch mit der Höhe von 1,9 Metern ähnlich hochragte wie die moderne G-Klasse.
Beim Militär hatte der Wagen kein Erfolg, also stellte man ihn im Oktober 1938 auf der Earls Court Show in London dem zivilen Publikum in verschiedenen Varianten vor, so etwa als Jagdwagen oder als Kübelwagen mit vier Türen für den Polizeieinsatz. Ein Erfolg wurde der G5 auch im zivilen Automarkt nicht, gerade einmal 378 Exemplare wurden zwischen 1937 und 1941 gebaut.
Eines dieser seltenen Fahrzeuge in der “Bergwacht”-Ausführung mit Eugen-Rupfin-Karosserie und Jahrgang 1939 ist an der Classic Expo in Salzburg noch bis Sonntag Abend zu sehen (und auch zu kaufen).
Das ist allerdings nur eines von vermutlich über 1000 Autos, die es an der Oldtimermesse in Salzburg zu bewundern gibt, ein Besuch lohnt sich.
P.S. Über den rund 30 Jahre später erschienenen Nachfolger G-Klasse haben wir eben einen Fahrzeugbericht publiziert.

































