"Das Wort zum Zwischengas", oder "Der unvorhersehbare Lauf der Dinge"
Vieles beginnt, wenn auch völlig unbewusst, massiv früher als man glaubt. Seit 2500 Tagen, also bald sieben Jahren, ist nun "zwischengas.com" online. Tausende von Stunden Arbeit stecken in diesem Projekt, aber wir stehen nach wie vor voll hinter unserer Idee und dem Erreichten.
Begonnen hat eigentlich alles bereits in den Jahren 1978/79. Damals gab es noch nicht mal ein Internet, und nur wenige dachten über etwas Derartiges überhaupt nach.
Bruno und ich besuchten gemeinsam das Gymnasium in Sarnen. Er war von Anfang an der bessere Schüler als ich, doch im Kopf hatten wir schon damals nur das Eine und das Andere. Die Schule war eigentlich immer nur eine müssige Nebensache, die eigentliche Hauptsache waren die Mädchen und vor allem die Autos. Damals weniger historische Autos, als vielmehr die aktuellen Kisten. Porsche, Ferrari und Alfa Romeo. Unsere Väter mussten auf Druck ihrer Söhne rostanfällige Sportlimousinen von Alfa-Romeo kaufen. Der Alfasud 1,5 ti war damals das Mass der Dinge. Gemeinsam besuchten wir mit unseren Mofas die Ferrari-Treffen in Stans oder auch die FNA (Freunde nostalgischer Autos) in Alpnach-Dorf. Wir wurden Freunde und blieben es bis heute.
Die Idee, Testberichte über Autos zu schreiben, entstand aus reiner Not. Gerade einmal mit dem Führerschein ausgestattet, wollten wir natürlich zum Autosalon nach Genf und brauchten dazu noch ein Auto.
Die Fahrzeuge unserer Väter waren nicht abkömmlich, so holte ich mit der Idee eines Testberichtes in der damaligen "Obwaldner Zeitung", zu der ich dank meines Vaters einen engen Kontakt pflegte, ein Auto beim Händler. Testberichte zum Fiat Ritmo, zum Renault 18 und zum Mitsubishi Galant Turbo waren das Ergebnis.
Nach der fünften Gymnasiums-Klasse verabschiedete ich mich für fünf Jahre nach Wien, wo ich eine Fachschule für Photographie besuchte, während Bruno das Studium als Informatik-Ingenieur begann. Wir sahen uns nur noch wenig, doch dies tat unserer Freundschaft keinen Abbruch. Er besuchte mich sogar zwei Mal in Wien, einmal mit seiner Fantic 125 ccm auf dem Weg nach Budapest, ein anderes Mal mit dem dunkelblauen Alfasud Ti, als ich bereits einen Alfasud Sprint Veloce mein Eigen nannte.
Nach unseren Ausbildungen begann das Berufsleben, was uns nur noch wenige gemeinsame Abendessen pro Jahr Zeit liess. Die Autos aber wurden schneller und manchmal auch teurer, ab und zu trafen wir uns auch bereits bei Oldtimer-Veranstaltungen.
Inzwischen war auch das Internet geboren, und wir hatten uns inzwischen den historischen Fahrzeugen verschrieben. Und plötzlich kam im Seerstaurant in Zug die Idee einer eigenen Internet-Plattform über historische Autos auf. Von der Idee zum Online-Gang verstrich nur wenig mehr wie ein Jahr. Das Ergebnis wurde am 22. November 2010 für Pilotnutzer sichtbar, ab Dezember 2010 waren wir dann für alle live, der Rest ist (eine 2500-tägige) Geschichte …
































