Alfa Romeo und Ferrari - zwei Marken, zwei Motoren in einem Auto

Bruno von Rotz
19.08.2017

Alfa Romeo GP 16C Bimotore in der Sonderschau an der Passione Engadina 2017

Die Scuderia Ferrari leitete von 1934 bis 1937 offiziell die Rennsportaktivitäten von Alfa Romeo . Im Jahr 1935 verfolgte man einen ganz besonders ambitiösen Plan, man liess nämlich Luigi Bazzi einen Monoposto mit zwei Motoren bauen. Der Alfa Romeo GP 16C Bimotore verfügte sowohl über einen Front, als auch einen Heck-/Mittelmotor mit je acht Zylindern und 3165 cm3 Hubraum. Zusammen ergab das also rund 6,3 Liter Hubraum und etwa 540 PS. Als Basis für den GP 16C nutzte man ein modifiziertes P3-Fahrgestell.

Frontmotor des Alfa Romeo GP 16C Bimotore in der Sonderschau an der Passione Engadina 2017

Gefahren wurden die Autos von Tazio Nuvolari und Louis Chiron. Beim Grand Prix von Tripolis liefen die die Wagen bei ihrem ersten Start auf den Plätzen 4 und 5 ein, auf der Avus konnte Chiron den zweiten Platz erringen. Anlässlich von Rekordversuchen auf der Autobahn Firenze-Mare erreichte Nuvolari 364 km/h und schaffte den fliegenden Kilometer in 321 km/h im Schnitt. Für kurvige Strecken erwies sich der Wagen aber wegen der schwierigen Dosierung der Kraft als ungeeignet, so dass man wiederum auf den alten P3 zurückgriff.

Heckmotor des Alfa Romeo GP 16C Bimotore in der Sonderschau an der Passione Engadina 2017

Normalerweise ist der Wagen im Historischen Museum von Alfa Romeo in Arese zu sehen, aktuell aber ist er einer der Höhepunkte in der einmaligen Sonderschau, die Paolo Spalluto für die Passione Engadina in St. Moritz beim Hotel Kulm organisiert hat. Neben dem zweimotorigen Alfa Romeo gibt es neben anderen Fahrzeugen auch noch drei Ferrari F1-Autos, darunter den “Sharknose”-Sechszylinder 156, sowie weitere Prototypen und Rennwagen von Ferrari und Abarth zu sehen. Der Zutritt ist kostenlos. Wer also in St. Moritz vorbeikommt in diesen Tagen, sollte sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen.

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