Walter Näher, der begnadete Renningenieur
Walter Näher, der Renningenieur von Porsche und später auch von Sauber verstarb leider am 11.3.2017 im Alter von 73 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes.
Er veröffentlichte 2009 "DAS" Buch über den Jahrhundertsportwagen 917, womit er ein epochales Meisterwerk für die Ewigkeit schuf. Er war als junger Ingenieur an der Entwicklung des 917 beteiligt und begleitete das Auto von der Entwicklung, über die Testfahrten bis hin zu den meisten Rennen.
Walter stand nicht nur 19 Mal bei den 24 Stunden von Le Mans in der Box, er betreute auch den 962 PDK von Hans Joachim Stuck und kam 1989 in gleicher Funktion wie bei Porsche zu Sauber-Mercedes, wo er dann später auch noch die F1 kennenlernte.
Der stets sehr ruhige Walter war aber auch ein ganz grosser Liebhaber der englischen Sport- und Rennwagen-Marke Lotus und fuhr selbst jahrelang einen roten Super-Seven.
1995 startete er mit dem Sauber-Team-Logistiker Walter Totschnig, auch als Arbeitsbiene bekannt, als Beifahrer zur Ennstal Klassik. Die beiden strahlten konstant über beide Ohren aus dem kleinen Sportwagen und das trotz misslichen Bedingungen wie heftiger Regen und Dunkelheit.
Die letzten Jahre nahm er sich immer wieder die Zeit für historische Events, wie "Altbüron" oder "Indy in Oerlikon", wo er mit grosser Begeisterung dem Treiben beiwohnte.
Vor gut einer Woche, genau am 11. März hat uns Walter Näher für immer verlassen.
Die Motorsport-Szene verliert damit einen wichtigen Zeitzeugen aus dem Hintergrund der ganz grossen Bühne.


























