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Bild (1/6): Frontansicht - TVR Tuscan V8 (1969) (© Bruno von Rotz, 2008)
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    TVR Tuscan V8 - ein Supersportwagen aus den 60er Jahren

    1. Juni 2010
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bruno von Rotz 
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    Die Marke "TVR" wurde 1947 von Trevor Wilkinson ursprünglich unter dem Namen „Trevcar Motors“ gegründet, änderte die Bezeichnung aber bereits 1954 zu TVR, eine Abwandlung von TreVoR’s Name.

    Von Anfang an wurde nach dem Prinzip Polyester-Karrosserie auf Stahlrohrrahmen-Chassis gearbeitet. Die Autos wurdne oft in Bausatz-Form verkauft, um die hohen britschen Steuern zu umgehen. Diese Praxis wurde erst in den 70er-Jahren verunmöglicht, als die Regierung diese Gesetzeslücke stopfte.

    Heckansicht - TVR Tuscan V8 (1969)
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Während der 50er- und 60er-Jahren wurden die TVRs durch verschiedene Vierzylinder-Motoren mit bis zu 100 PS angetrieben. Dabei griff man auf MG-, Ford- und Climax-Motoren zürich, ähnlich wie dies auch die Konkurrenz tat. Die Haupterzeugnisse dieser Ära waren der TVR Jomar und der TVR Grantura. Mit dem Grantura wurden erstmals grössere Stückzahlen (einige hundert) erreicht. TVR durchlief eine Reihe von finanziellen Krisen und änderte immer wieder den Namen.

    Auf Basis des britischen Chassis des Grantura kreierte der amerikanische Autohändler Jack Griffith in den 60er-Jahren einen Special, indem er das Grantura-Chassis mit einem amerikanischen Achtzylinder-Motor (Ford 289) kombinerte. Das Fahrzeug wurde TVR Griffith genannt und war wegen seiner fast schon überirdischen Fahrleistungen ein grosser Erfolg, insbesondere in den USA. Inzwischen hatte Trevor TVR 1962 verlassen, nach einigen Besitzerwechseln kam Martin Lilley 1965 ans Ruder.

    Während der 60er- und 70er-Jahren änderte sich die Auswahl an Motoren, es kamen 6-Zylinder von Triumph und Ford (Essec V6) zum Einsatz. Die Chassis wurden länger und breiter, die Karrosserien eleganter. In dieser Ära folgte der TVR Tuscan V8 dem Griffith und übernahm dabei dieselben Gene. Dem Grantura folgten die TVR Vixen (4-Zylinder) und schliesslich die M-Serie mit den Modellen M, Taimar und 3000 S, dem ersten Cabriolet seit den 50er-Jahren. Die Stückzahlen stiegen. Zu Beginn der 80er-Jahren ersetzte der kantige Tasmin die klassisch geformte  M-Serie. Mitte der 80er-Jahre begann TVR unter der Führung des neuen Besitzers Peter Wheeler Rover-Achtyzlinder-Motoren einzusetzen. Die Motoren wurden dabei immer stärker und grösser, bis mit dem 5.0-Liter mit rund 340 PS im neuen Griffith und Chimaera der Höhepunkt erreicht wurde. In den 90er-Jahren begann TVR einen eigenen Motor, AJP8, zu produzieren. Dieer war leicht und aus Allumnium und wurde durch die Herren Al Melling, John Ravenscroft und Peter Wheeler (daher AJP) konzipiert. Später kam ein 6-Zylinder-Derivat dazu, das auch unter dem Namen "Speed 6" bekannt wurde. Unter Peter Wheeler wurde eine reichhaltige Produktepalette entwickelt und recht erfolgreich vermarketet: S1-S4, Griffith, Chimaera, Cerbera, Tamora, T350 und den neuen Tuscan. Das extremste Fahrzeug dieser Zeit war der TVR Sagaris, ein FIA-Rennwagen für die Strasse. 2004 trat Nikolay Smolenski, ein 24 Jahre alter Russe, die Nachfolge von Wheeler an. Trotz vielen Versprechungen, eine britische Firma zu bleiben, kam TVR wiederum in finanzielle Schwierigkeiten und wurde schliesslich 2006 an neue amerikanische Eigner verkauft, rund 300 TVR-Mitarbeiter wurden entlassen, die Produktion stillgelegt. Seither ist die Zukunft dieser traditionellen englischen Marke unklar, eine mögliche Wiederbelebung wird aber alle paar Monate kommuniziert.

    TVR Tuscan V8 – die Fahrzeuge

    TVR baute zwischen 1967 und 1970 drei Serien des TVR Tuscan mit dem Ford-V8-Zylinder-Motor. Die Fahrzeuge der drei Serien unterscheiden sich bezüglich Form, Interieur und Motorenwahl. Die erste Serie (200-001 ...) hatte eine Chassis mit kurzem Radstand, "SWB" für „short wheel base“ genannt. Diese Fahrzeuge waren vergleichbar zum Griffith 400, den sie sozusagen ersetzten. Die zweite Serie (LWB001 ...) wurden auf Basis des verlängerten Chassis gebaut, daher LWB für „long wheel base“). Sie hatten ein modifiziertes Interieur. Die dritte und letzte Serie (MAL 001 ..., MAL steht dabei für Martin Lilley) war gekennzeichnet durch sehr unterschiedliche Fahrzeuge. Die meisten der 22 (oder 21?) Fahrzeuge hatten eine Karrossiere ähnlich zum parallel gebauten Vixen S2. Gemäss aktuellen Nachforschungen war wohl MAL015 der letzte Wagen mit dieser Form. Die nachfolgenden Fahrzeuge trugen eine breitere und modernere Karrosserie, ähnlich zu den späteren 3000M. Die Interieurs waren bei den ersten Fahrzeugen waren ähnlich wie bei der LWB-Serie, MAL010 zeigt aber bereits ein Interieur wie in den Vixens. Mit MAL007 oder 008 wurde der Übergang zu aufgeschraubten Karrossieen gemacht, bei den früheren Modellen waren Karosserien und Chassis zusammen-laminiert.

    Nachdem TVR über drei Jahre nur 58 dieser TVR Tuscan V8 baute (ein Buchautor behauptete zwar, es seien 72 gewesen, spätere Nachforschungen von Colin Lyons in 1991 (siehe Brief im Sprint-Magazin von 1991) wiesen aber auf eine tiefere Zahl, eben 58, hin), kann man davon ausgehen, dass jeweils die gerade vorrätigen Teile und Elemente in die Fahrzeuge eingebaut wurden. Alle TVR Tuscan V8 hatten den Ford 289-Motor als Antriebseinheit, die Leistungsausbaustufen varierten dabei. Die früheren Fahrzeuge nutzten die 195 PS Version, SE („Special Equipment Cars) profitierten von der leistungsgesteigerten 271 PS Version. Es scheint so, als ob die MAL-Serienfahrzeuge alle auf der stärkeren Motorversion basierten, teilweise wird auch spekuliert, dass in späte Fahrzeuge eine 302-BOSS-Maschine eingebaut wurde. Von den 21 oder 22 MAL-Fahrzeugen sind heute noch ca. 10 bekannt, alle mit Linkslenkung. Nur 2 MAL-RHD wurden insgesamt gebaut.

    TVR Tuscan V8 MAL010 – technische Daten

    Chassis: Rohrrahmenplattform
    Motor: Ford 289
    Hubraum: 4’727 ccm
    Leistung: ca. 271 PS
    Getriebe: Ford
    Gewicht: ca. 1’030 kg
    Länge: ca. 3.87 m
    Karrosseriematerial: Polyester (GRP)

    Das gefahrene Modell - Chassis-Nummer MAL010

    MAL010 wurde 1969 gebaut und schon kurz nach Fertigstellung in die USA exportiert, wo das Fahrzeug für fast 20 Jahre blieb. Der Wagen wurde in dieser Zeit unter anderem in Viertel-Meilen-Rennen eingesetzt (Beschleunigungsduelle). Dazu wurde MAL010 teilweise mit verstärkten Hinterachswellen u.ä. modifiziert. Einer der frühen Besitzer wertete auch das Interieur mit grauem Leder und einem Lenkrad im USA-Stil auf. Der letzte US-Besitzer lebte in Alexandria VA. Um 1990 re-importierte David Gerald das Fahrzeug nach England. Im Jahre 1991 verglich das bekannte Magazin „Classic Cars“ MAL010 mit seinen damaligen Rivalen Lotus Europa, Marcos GT, Reliant Scimitar und Gilbern Genie. Einer der Testfahrerkommentare “but you get performance with a capital – it is amazing, exhilarating – an experience – the fastest car I have ever driven – but every day – no way – fun rating 10” fasst die Natur des Fahrzeugs gut zusammen.
    Kurz darauf wurde das Fahrzeug dann nach Deutschland exportiert und wurde nur noch sporadisch genutzt. Im Jahre 2004 gelangte das Fahrzeug von Deutschland in die Schweiz. Der TVR-Spezialist „Classic Car Connection“ löste ein paar kleine Probleme und brachte das Fahrzeug durch die Schweizer Motorfahrzeugkontrolle, damit legaler Strassenbetrieb möglich war. MAL010 erhielt dabei neue Minilite-Felgen und die standard-dimensionierten Michelin 185 VR 15, sowie ein Motolita-Lenkrad. Überflüssige Zubehörteile wie Radio und hochstehende Bremsleuchten wurden entfernt. Das Kühlsystem wurde verbessert, die Vergaser vollständig neu eingestellt und die Heckscheibe durch eine erleicherte Rennscheibe ersetzt, das Dach verstärkt. Das Fahrzeug wurde an diversen Veranstaltungen eingesetzt, unter anderem bei der "Sounds of Speed" auf dem Salzburgring und der Hittnau Klassik. 2007 zierte der Tuscan V8 das Plakat des British Car Meetings in Morges.

    Am Lenkrad eines TVR Tuscan V8

    Der Tuscan V8 lässt sich auch mit heutigen Ansprüchen recht "kommod" fahren, dank vieler Verfeinerungen und Verbesserungen ist auch im modernen Strassenverkehr kein Hitzekollaps zu befürchten. Kupplung und Schaltung erfordern Kraft, es braucht aber keine Schwarzenegger-Muskeln, um damit zurecht zu kommen. Das Fahrwerk ist, wie bei allen älteren TVR-Modellen, recht poltrig, aber insgesamt erstaunlich neutral abgestimmt. Das merkt man vor allem auf der Rennstrecke im Grenzbereich. Die Michelin-Reifen beginnen aber bei harter Beanspruchung schon bald zu schmieren. Bremsen sind auch vorhanden, erfordern einen entschlossenen Pedaldruck und hinterlassen dabei aber nicht das beste Gefühl. Die Lenkkräfte sind hoch, das Geräuschniveau nie unangenehm und die amerikanische Soundkulisse vom Feinsten. Kurz zusammengefassen, es macht Spass und bringt einem zum Schwitzen. Der Durchschnittsverbrauch wird wohl kaum je unter die 12-Liter-Grenze gehen, über 20 Liter erfordern aber einen sehr beherzten Gaseinsatz.

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