Die neue und die alte Walküre (Valkyrie)
Es ist ja schon ein etwas eigentümlicher Namen für ein Automobil. “Valkyrie” bedeutet in der deutschen Sprache “Walküre” und steht gemäss Wikipedia für Schlacht- oder auch Schildjungfer. In der nordischen Mythologie war damit ein weibliches Geistwesen aus dem Gefolge des Göttervaters Odin (Wodan).
Aston Martin hat sich für seinen Mittelmotor-Supersportwagen, der aktuell in Genf dem grossen Publikum präsentiert wird, genau diesen Namen ausgesucht. Ausschlaggebend war wohl der Aspekt, dass Valkyrie mit “V” beginnt und somit die bisherige Namensgebung bestens ergänzt.
Ob allerdings die Aston-Martin-Leute wussten, dass bereits vor knapp über 50 Jahren ein anderes Auto bereits diesen Namen trug?
1966 stellte nämlich die Firma Fiberfab ebenfalls einen Valkyrie vor. Und auch dieser Sportwagen trug den Motor vor den Hinterrädern (siehe unser Blog zum Fiberfab Valkyrie ). Mit einem 7-Liter-V8 und 456 SAE PS war der nur 850 kg schwere Kunststoffsportwagen für die Zeit ein absoluter Überflieger, dafür waren USD 12’500 eigentlich noch ein durchaus bescheidener Preis.
Der Aston Martin Valkyrie, der in Zusammenarbeit mit Red Bull entwickelt wird, soll mit einem Cosworth-V12 rund 1000 PS auf die Räder bringen und dank KERS sogar noch etwas mehr. In die Garage stellen kann man sich den Wagen gemäss aktuellen Informationen ab 2018, der Preis wird gewiss siebenstellig sein.
Übrigens, der Fiberfab Valkyrie war kein riesiger Erfolg, nur wenige der High-End-Versionen konnten verkauft werden. Besser verkaufte sich eine Kitcar-Variante, die man mit einem Motor eigener Wahl komplettieren konnte.
Zum Genfer Autosalon 2017 und den dort ausgestellten alten Autos bringen wir demnächst einen Artikel.

































