Die Modelle von Alfa Romeo, an die wir uns kaum erinnern
Alfa Romeo gehört sicherlich zu den meistbewunderten Automarken. Und dies zurecht. Eine Firma, die einen 6C 1750, einen P3, eine Giulietta und eine Giulia oder einen Montreal baut, kann man einfach nur bewundern und verehren.
Doch es gab auch andere Modelle, die schon lange vergessen, wenn nicht gar verdrängt sind. Zwischen 1960 und 1966 etwa baute Alfa Romeo den Renault Dauphine in Lizenz, weil man Fiat im Bereich der Kleinwagen etwas entgegensetzen wollte. Einige Teile wurden angepasst, im Grossen und Ganzen aber blieb sich der Dauphine auch als Alfa Romeo treu.
In den Achtzigerjahren brauchte man in Mailand einen Nachfolger für die Alfetta. Das Ergebnis war der Alfa Romeo 90, gezeichnet von Marcello Gandini (u.a. Lamborghini Miura) und technisch mit der Transaxle-Bauweise sehr ähnlich zur Alfetta.
Nur gerade etwas über 56’000 Exemplare entstanden in vier Jahren, dann folgte der deutlich begehrtere Alfa Romeo 164.
Ein weiteres seltsames Kapitel ist der Arna, der ebenfalls in den Achtzigerjahren entstand. Nissan wollte in den italienischen Markt und brauchte dafür einen Kooperationspartner. Das Ergebnis - ein Auto mit Nissan-Karosserie und Alfa-Antriebstechnik. Aus der geplanten Grossproduktion wurde nichts, gerade einmal 80’000 Wagen wurden hergestellt, ein echter Flop.
Die Wichtigkeit des unverwechselbaren Alfa-Designs wurde leider bei Alfa Romeo immer wieder ignoriert, nur so ist auch der Alfa Romeo 146 zu erklären. Er wurde zusammen mit dem Kombi-Heck-Alfa 145 als Nachfolger des Alfa Romeo 33 gebaut. Er markiert auch den Übergang von den Alfasud-Boxermotoren zum Reihenmotor. Gebaut wurde der Wagen von 1995 bis 2000, dann folgte der optisch deutlich gefälligere Alfa Romeo 147.
Haben die hier gezeigten Modelle etwas gemeinsam? Nun, sie lagen wohl alle etwas weit abseits von der angestammten Marken-DNA oder sie wiesen ein Design auf, das zu weit von der typischen Alfa-Romeo-Formgebung lag. Ob die Geländewagen, die Alfa Romeo heute (Stichwort Stelvio) bauen will, da besser liegen werden, wird erst die Zukunft weisen.

































