Maserati Mistral Spyder – Pietro Fruas Meisterwerk als Cabriolet

Erstellt am 23. August 2020
, Leselänge 12min
Text:
Bruno von Rotz / Stefan Dierkes
Fotos:
Bonhams 
20
Bruno von Rotz 
3
Archiv Gerhard Schütz 
3
Pietro Frua, Turin (I) 
1
Archiv Reinhard / Max Pichler 
1
Archiv 
23

Wenn es stimmt, dass die frühesten Wagen einer Baureihe meist die wertvollsten sind, dann müsste der drittgebaute Serien-Maserati Mistral Spyder sicherlich auf viel Interesse stossen. Dass er damals noch gar nicht Mistral hiess und sich auch sonst einige Mysterien um den kurzen Maserati Sportwagen ranken, machen das Auto nicht weniger spannend.


Maserati Mistral Spyder (1964) - typische Sechzigerjahre-Karosserielinie
Copyright / Fotograf: Bonhams

Fruchtbare Zusammenarbeit mit Pietro Frua

Pietro Frua hatte bereits im Jahr 1950 einen Maserati A6G karossiert, weitere folgten. Für die Serienproduktion des Nachfolgers 3500 GT zog Maserati dann allerdings dann beim Cabriolet den Vignale-Entwurf dem Frua-Prototypen von 1959 vor. Und auch beim 3500 GTI  Coupé Sebring kam Frua mit seinem Vorschlag von 1961 nicht zum Zug.

Maserati Mistral Disegno 708 (© Archiv Pietro Frua)

Mit seinem Vorschlag für den sportlicheren 3500-GT-Nachfolger mit auf 2,4 Meter verkürztem Radstand traf Pietro Frua dagegen 1963 ins Schwarze.

Der erste Prototyp

Auf Basis von Designzeichnungen im Masstab 1:10 und der 1:1-Konstruktionszeichnung wurde bei Frua direkt ein Holzmodell erstellt und damit dann der erste Prototyp mit Chassis-Nummer AM 109.002 gebaut. Der Rohrrahmen, der im Gegensatz zum 3500 GT und Sebring nun anstatt runde rechteckige Rohre verwendete, dürfte wohl bei Maserati in der Chassis-Abteilung als Fabrikationsmuster entstanden sein. Für die hintere Starrachse wurden zunächst Schraubenfedern verwendet, die später in der Serie dann aber wieder Blattfedern wie beim Vorgänger weichen mussten.


Maserati Berlinetta Due Posti (Mistral) (1963) - Prototyp von Pietro Frua
Copyright / Fotograf: Pietro Frua, Turin (I)

Gegenüber den späteren Serienexemplaren wies der Frua-Prototyp weitere Unterschiede auf:
So waren unter den Scheinwerfern Chromabdeckungen angebracht, es wurden Stahlräder mit Chromradkappen verwendet, die Entlüftungsöffnungen an den Flanken fehlten genauso wie die Scheibenrahmen an den Türen. Auch die Sitze und das Armaturenbrett unterschieden sich von den später verwendeten Komponenten. Erkennbar war der Prototyp auch am einfach geführten Auspuffendrohr. Hinter den vorderen Radhäusern waren beidseitig ovale Frua-Signete  angebracht.

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Vorstellung des Coupés am 45. Autosalon von Turin

Erstmals der Öffentlichkeit gezeigt wurde das zweisitzige Maserati-Coupé am Autosalon von Turin vom 30. Oktober bis 10. November 1963.


Maserati Mistral (1963) - der Frua-Prototyp auf dem 48. Turiner Autosalon 1963
Archiv Automobil Revue

Dort stand der Wagen auf dem Maserati-Stand, allerdings nicht mehr mit Stahlrädern und Chromradkappen, sondern mit Speichenrädern.
Die Automobil Revue notierte anlässlich ihres Messeberichts unter der Überschrift “Neue Varianten des Maserati 3500”:
“Neben der viertürigen Limousine hat Maserati seine 3,5-Liter-Modellserie einer Auffrischung unterzogen. Zu den bekannten Coupés von Touring und Vignale (kürzerer Radstand) tritt ein zweisitziges, noch kürzeres Coupé (Radstand 240 cm), dessen Innenraum sich auf die beiden Sitze beschränkt. Die Karosserie des neuen Modells ist ein Meisterwerk von Frua. Es erinnert an dessen Coupé 5000 GT und ist einer der schönsten am Salon gezeigten Wagen. Der Sechszylindermotor mit Einspritzung wurde vom bisherigen 3500 GTI übernommen. An der Hinterradaufhängung wurden die Halbelliptikfedern durch Schraubenfedern ersetzt. Die Hinterachse wird von zwei Schubstangen und einem Wattgestänge geführt. Das neue Coupé soll ebenfalls im kommenden Frühling in Modena in Produktion gehen. Der Preis wurde auf 5,7 Mio. Lire (ca. 40’000 Fr.) festgesetzt.”

Auch der Chefredaktor der Auto Motor und Sport Heinz-Ulrich Wieselmann zeigte sich anlässlich seines Salonrückblicks in Auto Motor und Sport positiv beeindruckt von der Neuerscheinung, nachdem er zuvor auch schon den Frua-Quattroporte für seine Linienführung gelobt hatte:
“Die serienmäßigen Maserati-Coupés und und -Cabrios erscheinen optisch durch ihre zu hohe Gürtellinie ein wenig überholt. Um so gelungener ist ein von Frua karossiertes Maserati-Coupé mit abfallendem Heck – zweifellos einer der schönsten und interessantesten Wagen des Salons.”

Technisch eng mit dem 3500 GT verwandt

Wie die weiterhin produzierten Schwestermodelle Maserati 3500 GT und Vignale Spyder verfügte das nicht selbsttragend gebaute Frua-Coupé vorne über Einzelradaufhängungen an Dreieckslenkern und hinten über eine Starrachse. Verzögert wurde mit Scheibenbremsen, die Richtung mit einer Kugelumlauflenkung gegeben.


Maserati Mistral 3500 GT 2 Posti Coupé (1963) - elegantes Coupé, gestaltet von Pietro Frua
Archiv Automobil Revue

Als Motor diente zunächst der 3,5-Liter-Reihensechszylinder mit Lucas-Einspritzung und 3485 cm3 Hubraum. Rund 220 PS lieferte dieser mit zwei obenliegenden Nockenwellen ausgerüstete Motor bei 5500 Umdrehungen.

Für das Coupé mit 3,5-Liter-Motor nannte das Werk eine Höchstgeschwindigkeit von 248 km/h und ein Leergewicht von 1250 kg. Die Grunddimensionen lauteten: Länge 445 cm, Breite 165 cm und Höhe 130 cm.

Ein zweiter Prototyp als Cabriolet

Eine offene Variante des Frua-Coupés dürfte von Anfang an geplant gewesen sein. Bei Frua wurde, rechtzeitig vor dem Genfer Autosalon, ein Prototyp mit Chassisnummer AM 109.003 (die offenen Varianten hatten immer ungerade Nummern) bereitgestellt. Auch dieser zweite Frua-Prototyp wies die Chrom-Elemente unter den Scheinwerfern auf, wurde aber bereits mit der blattgefederten DeDion-Hinterachse ausgerüstet. Der Wagen wurde in Goldmetallic lackiert und erhielt ein rotbraunes Leder-Interieur.


Maserati Mistral Spyder 3500 (1964) - auf dem Genfer Autosalon von 1964, Design von Pietro Frua
Archiv Automobil Revue

Vorgestellt wurde er dann Seite an Seite mit dem Coupé auf dem Maserati-Stand anlässlich des 34. Genfer Autosalons im März 1964.
Die Automobil Revue notierte nur kurz:
“Von dem rassigen und in Turin erstmals gezeigten Coupé stellt Maserati nun auch die Spiderversion aus. Kühlergrill und Markensignet liegen unter der Stossstange.”

Da war sogar Road & Track noch ausführlicher:
“Der Maserati 3500 GT Convertible mit Karosserie von Frua hat ein Heck, das Ähnlichkeiten zum Lotus Elite oder Elan aufweist, und eine Front, die komplett eigenständig wirkt. Insgesamt ergibt dies einen sehr hübsch anzusehenden Wagen, einfach, elegant und als Ganzes auf guten Geschmack hinweisend.”

Der Verweis auf den Lotus Elan kam nicht von ungefähr. Pietro Frua zeigte am selben Autosalon auch noch seine Interpretation eines Lotus-Elan-Coupés, was die Automobil Revue zu einer Charakteristik seines Designstils anspornte:
“Der gegenwärtige Stil von Frua wird durch folgende Elemente gekennzeichnet: Das Gesicht wird durch eine Stossstange horizontal geteilt, über welcher die Motorhaube in sanftem Bogen nach vorne fällt. Die Lufteintrittsöffnungen für den Kühler liegen unterhalb der Stossstange. Die Silhouette zeichnet sich durch abgerundete äussere Begrenzungen, aber durch gebrochene Kanten der Fensterrahmen aus. Die Pavillons sind nach hinten verschoben und die hintere Linie der Fenster ist so tief wie möglich gesenkt. Frua hat auf diese Weise einen persönlichen Stil entwickelt, der heute seinesgleichen sucht und der die jüngsten Erfolge dieses Karossiers erklärt, der früher durch übertriebene Schnörkel oftmals die Grenze des guten Geschmacks überschritten hatte. Heute ist Frua zu den führenden Stylisten zu zählen.”

Diese Beschreibung war zwar auf den Elan gemünzt, lässt sich aber auch auf seine Schöpfungen für Maserati (5000 GT, Quattroporte, Mistral) sehr gut anwenden.

Offenbar war auch Frua von seinem Design sehr angetan, denn sein 1965 präsentierter AC 427/248 wies doch sehr ähnliche Züge auf.

Namenswirrwarr

Bei seiner Präsentation in Turin im Jahr 1963 nannte Maserati das Mistral Coupé “Berlinetta Due Posti” (Zweisitzer-Coupé), in Genf sprach man 1964 von der “Berlinetta 2 Porte” (Zweitürer), wie einem Auszug aus dem Pressematerial vom März 1964 zu entnehmen ist:
“Zusammen mit dem ‘quattro porte’ wurde auch der ‘Berlinetta due porte’ erstmals im vergangenen Herbst am Turiner Automobilsalon ausgestellt, wo die beiden Modelle der Eleganz ihrer Linie wegen, grosses Aufsehen erregten. Die auch der einzigartigen Fertigung bestechenden Karosserien wurden vom Turiner Frua entworfen. Der neue Maserati Berlinetta ist ein zweiplätziges Coupe mit gross dimensioniertem Kofferraum, das eine Spitzengeschwindigkeit von 240 km/h erreichen kann.

Der ‘Berlinetta due porte’ wird vom klassischen Maserati-Sechszylindermotor von 3485 cm3 Hubraum angetrieben. Das Einspritzaggregat leistet 235 PS bei 5500 U/Min. Im Vergleich zum Modell ‘Sebring’ wurde der "Berlinetta due porte’ um 230 kg leichter gemacht, so dass nun das Totalgewicht dieses neuen Modells ein Trockengewicht von 1120 kg auf die Waage bringt. Daraus geht auch eine deutliche Verbesserung des Leistungsgewichtes hervor. Dieses sank nämlich von 6,2 kg/PS (Sebring) auf 5,2 kg/PS (due porte). Damit wurden die Beschleunigung und die Höchstgeschwindigkeit erheblich verbessert.

Die originelle und flüssige Karosserielinie ist sehr niedrig und sie weist einen äusserst günstigen Luftwiderstandsbeiwert auf. Sie ermöglicht den Insassen auch eine hervorragende Rundsicht.”

Bei Road & Track wurde dann aus der Berlinetta eine “Berlina GT”, etwa ab Herbst 1965 wurden Coupé und Cabriolet dann von Maserati in manchen Expoertländern nach dem kalten Wind in Südfrankreich “Mistral” benannt, eine Bezeichnung, die der französische Maserati-Importeur Colonel John Simone vorgeschlagen hatte.

Für die eilige Hausfrau?

Trotz seiner Schönheit stand der Maserati Mistral ein wenig im Schatten seiner Konkurrenten. So reizten natürlich der Lamborghini 350 GT mit Zwölfzylindermotor oder der Iso Grifo mit seinem bärenstarken V8 die Journalisten mehr als die 3500-GT-Weiterentwicklung. Entsprechend wenig Fahr- und Testberichte erschienen denn auch zum Mistral.

Eine Ausnahme waren im Jahr 1964 die Fahreindrücke, die in Road & Track im November 1964 offenbar inspiriert durch die Heckklappe unter der Überschrift “Ein hervorragender Einkaufswagen für die Hausfrau in Eile” abgedruckt waren. Inzwischen stand bereits die 3,7-Liter-Version zur Verfügung. Als Pluspunkte notierte der Testfahrer schöne Proportionen und gutes Design ohne unnötige Gimmicks. Obwohl kein ausführlicher Test möglich war, wurden sportliche Fahrleistungen in Aussicht gestellt, gleichzeitig aber auch eine hohe Konkurrenzdichte erwähnt.


Maserati Mistral (1964) - Serienversion des Fastback-Coupé mit Heckklappe
Archiv Automobil Revue

Auch Paul Frère, der im Auftrag von Auto Motor und Sport (Heft 22 vom 31. Oktober 1964) eine kurze Probefahrt des neuen Coupés machen konnte, zeigte sich nur zumindest ansatzweise begeistert, nachdem er den Quattroporte als interessantere Neuerscheinung beschrieben hatte:
“Während die Limousine eine völlige Neukonstruktion ist, lehnt sich das zweisitzige Coupé an die früheren Modelle an. Es hat u. a. den getrennten Rohrrahmen behalten. Der Radstand wurde jedoch auf 2,40 m gekürzt. Ursprünglich war man hinten zu Schraubenfedern übergegangen, aber stark asymmetrische Blattfedern ergaben schließlich bessere Resultate. Der Motor wurde durch die Vergrößerung des Hubes von 3,5 auf 3,7 Liter gebracht und ist nach wie vor mit Lucas-Einspritzung ausgerüstet. Seinem Charakter nach ist dieser Maserati eher ein schneller Reisewagen für Liebhaber als ein Sportwagen. Er ist sehr luxuriös ausgestattet und bietet ein sehr hohes Maß an Fahrkomfort und Geräuschlosigkeit. Freie Straßen und Autobahnen sind das Reich dieses 3700 GTI, von dem im Werk auch eine noch nicht der Öffentlichkeit vorgestellte Cabriolet-Ausführung zu sehen war.”

Vermutlich war Paul Frère im März 1964 nicht am Genfer Autosalon oder aber, der Bericht wurde noch vorher geschrieben, sonst hätte er gewusst, dass der offene Mistral dort zu sehen war.

Aufwändige Produktion

Während die beiden von Hand gebauten Prototypen in Pietro Fruas Werkstatt im Turiner Vorort Moncalieri entstanden waren, sah die Produktion eines Serien-Mistral deutlich komplizierter aus, wie Road & Track anlässlich eines Fotoberichts im Jahr 1968 dokumentierte:

Die Rohrrahmen-Fahrgestelle wurden im “reparto talaio” (Chassis-Abteilung) in der Maserati-Fabrik in Modena zusammengeschweisst und dann zu Maggiora nach Turin geliefert. Dort wurden die Stahlbleche gepresst, miteinander verschweisst und mit dem Chassis verbunden. Die Karosserie wurde anschliessend mit Türen und Hauben auf offenen Lastwagen zurück zur “Officine Padane” nach Modena gefahren. Dort wurden die Karosserien fertiggestellt und grundiert. Die Scheibenrahmen und andere Zierteile wurden von Hand angepasst, genauso wie andere Elemente der Ausstattung, um sie nachher zur Verchromung zu senden. In der grossen Padane-Lackiereinrichtung wurden sodann die Karosserien und die separaten Anbauteile lackiert, worauf dann die Scheiben montiert und die Elektrik installiert wurden. Parallel wurden die Sitze und die Innenausstattung fertiggestellt und eingebaut. Am Schluss wurde der Wagen poliert und abgesaugt und danach einmal quer durch die Stadt Modena zur Maserati-Fabrik transportiert. Hier wurden schliesslich die Antriebsstränge eingebaut und aufpreispflichtige Optionen wie Radios oder Klimaanlagen montiert. Hinterher testete man den Wagen auf der Strasse, festgestellte Mängel wurden beseitigt und Coupé oder Spyder nochmals geprüft. Es folgte die Schlusspolitur und damit war der Wagen bereit für die Auslieferung.

Als Cabriolet eine echte Persönlichkeit

Wer nach diesem aufwändigen Herstellungsprozess ein Mistral Coupé oder einen Spyder für jeweils CHF 49’900 oder 51’900 (3,7-, respektive 4-Liter-Motor, Coupé und Cabriolet gleich teuer) übernehmen durfte, dem wurde einiges geboten. So sah es zumindest Tony Hogg von Road & Track, der seine Fahreindrücke mit der offenen Version im April 1968 publizierte. Ihm stand die Vierliter-Version mit ZF-Fünfgangetriebe zur Verfügung.


Maserati Mistral Spyder (1964) - bereit zur Losfahrt
Copyright / Fotograf: Bonhams

Besonders beeindruckt zeigte sich Hogg vom umfangreich instrumentierten (Smiths) Armaturenbrett und von der Vielzahl an Kontrollleuchten. Die Sitze fand er gut konturiert und bequem. Auch für den 255 PS starken Motor und das zuverlässig schaltbare Getriebe hatte er nur lobende Worte übrig. Das Fahrverhalten beschrieb er als untersteuernd, die Fahrleistungen als mehr als ausreichend. Im Vergleich zu einem Ferrari sei der Maserati im Stadtverkehr einfacher zu fahren, dafür auf der Rennstrecke sicherlich unterlegen. Aber dafür war ein Mistral Spyder wohl auch nicht gedacht.

Ablösung durch Ghibli und Indy

Im Jahr 1967 erschien der keilförmige Maserati Ghibli und dieser machte dem im Vergleich dazu doch deutlich traditioneller gezeichneten Mistral schnell das Leben schwer. Die Verkaufszahlen gingen zurück und das Ende der Sechszylinder-Sportwagen war endgültig gekommen, so dass 1969 die letzten Mistral Coupés entstanden.

Insgesamt wurden 953 Mistral gebaut von 1963 bis 1969, 125 davon waren Spyder-Versionen mit 3,5-, 3,7- oder 4-Liter-Motoren. Die Zahlen variieren je nach Quelle ein wenig. Selten sind offene Mistral auf jeden Fall.

Nummer 3 oder 4

Der in diesem Bericht porträtierte Maserati Mistral Spyder trägt die Chassisnummer AM 109.007. Weil Maserati die offenen Versionen mit ungeraden Nummern baute, kann es sich maximal um den vierten gebauten Spyder handeln. Gemäss Buchautor und Maserati-Kenner Maurizio Tabucchi wurde allerdings 001 gar nicht gebaut, entsprechend müsste AM 109.007 der dritte gebaute Mistral Spyder sein.


Maserati Mistral Spyder (1964) - wirkt auch mit aufgespanntem Dach wie aus einem Guss
Copyright / Fotograf: Bonhams

Im Gegensatz zum Auslieferungszustand wurde – wie bei vielen Sechszylinder-Maserati – die Lucas-Einspritzung durch Weber-Vergaser getauscht, die originale Einspritzanlage ist allerdings vorhanden.


Maserati Mistral Spyder (1964) - Weber-Vergaser anstatt der serienmässigen Lucas-Einspritzung
Copyright / Fotograf: Bonhams

Der 1964 in die Schweiz ausgelieferte Wagen befand sich in den vergangenen 59 Jahren im Besitz derselben Familie.

Am 20. September 2020 bringt Bonhams den zwischen 1999 und 2010 komplett restaurierten offenen Mistral anlässlich der Bonmont-Versteigerung in der Nähe von Genf für CHF 400’000 bis 500’000, respektive EUR 370’000 bis 460’000 unter den Hammer.

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