Die vergessenen GT von Ford
Anlässlich der Präsentation des neuen Ford GT in Detroit, der offensichtlich bereits ab 2016 zu kaufen sein soll, wurde natürlich auch der Tradition gedacht, die dieser neue Sportwagen hat.
Selbstverständlich wurde der mehrfache Le-Mans-Sieger Ford GT40 genannt (Bild oben) und dessen ähnlich gestrickter, aber für die Strasse erfundener Nachfolger Ford GT, der zwischen 2005 und 2006 knapp über 4000 Mal gebaut wurde.
Was in diesem Zusammenhang aber schnell vergessen geht, ist dass es noch zwei andere Ford GT gab.
Zwischen 1970 und 1971 entstand der Ford GT 70. Er war als Rallye-Fahrzeug im Stile eines später entwickelten Lancia Stratos gedacht, und trug seinen Motor mit vier oder sechs Zylindern vor der Hinterachse.
Die Karosserie bestand aus Kunststoff und man hatte bereits Produktionspläne. Doch aufgrund von Regeländerungen erschien der Einsatz des Ford Escort im Rallye-Sport sinnvoller und so starb das Projekt GT 70 nach sechs produzierten Exemplaren, wovon eines eine noch elegantere Ghia-Karosserie trug.
Im Jahr 1996 präsentierte Ford die Studie GT 90. Sie basierte auf dem Jaguar XJ 220 und wurde in nur gerade sechs Monaten von einen kleinen Team entwickelt. Dem Sechsliter-V12-Motor wurden rund 720 PS nachgesagt, nicht zuletzt dank der vier (!) Turbolader.
Optisch war er nach den Ideen des “New Edge”-Designs gestaltet, das man später auch an vielen Ford-Serienautos sah.
Es bleib beim Einzelstück, der Wagen wäre mit Alu-Monocoque und Carbon-Fiber vermutlich auch viel zu teuer geworden.
Bilder zu Ford GT 70 und GT 90
finden sich natürlich im Zwischengas-Archiv. Und zum Ford GT 70 gibt es auch noch zwei Seiten aus einem
Verkaufsprospekt
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