Verliebt in Doppelscheinwerfer
Wer ab den Fünfzigerjahren als Fahrzeughersteller Sportlichkeit demonstrieren wollte, der montierte an seinen Produktionsautomobilen Doppelscheinwerfer. Der Opel Manta hatte sie, die schnellen Ford Capri Versionen auch. Beim Ferrari 330 GT sorgten sie für eine eigenwillige Front, bei der Corvette C1 für mehr Überholprestige. Der Fiat 1500 hatte sie, der Audi 80 auch. Und auch beim VW K70 ersetzten sie die rechteckigen Leuchteinheiten.
Besonders gerne mit Doppelscheinwerfer ausgerüstet wurden die Autos mit dem Cuore Sportivo. Und sie machten auch den Alfa Romeo Alfasud sportlicher und den Alfasud Sprint sowieso, genauso wie seinen Konkurrenten aus gleicher Designerfeder, den VW Scirocco.
Sportliche Autofahrer liessen sie sich nicht wegdiskutieren, da konnten grossformatige Rechteckscheinwerfer auf dem Papier noch so viele Vorteile haben.
Es gab übrigens einige Marken, die konsequent auf die zweifachen Lampen vorne verzichteten, Porsche zum Beispiel. Vermutlich waren die auch so sportlich genug.
Bis in die Neuzeit prägten die Doppelscheinwerfer aber den Bug mancher Automarke, doch Xenon-, LED und nun Laserlicht machen die ehemaligen Sportattribute unnötig, ein Doppelscheinwerfer-Tagfahrlicht zum reinen Designmerkmal. Von “richtigen” Doppelscheinwerfern in getrennten Gehäusen und mit eigenem Leuchtkörper, bei denen man sogar noch zuhause eine Birne wechseln durfte, können wir bald nur noch träumen.

































