Germain Lambert und seine Autos
Der Franzose Germain Lambert (1903-1983) war ein Künstler und ein ganz besonderer Autokonstrukteur. Seiner Autobiografie gab er den Titel “Autocritique Auto”. Er war besessen von der Idee der Einzelradaufhängung und seine Autos hatten leicht, schnell, kompakt, komfortabel und sparsam zu sein. Luxus gab es bei ihm nur in Form von mehr Hubraum, alles andere hätten seinen anderen Zielsetzungen geschadet.
1927, also mit 24 Jahren, stellte er seinen ersten eigenen Wagen, den “Sans Choc” fertig, einen Fronttriebler mit Einzelradaufhängungen, zwei weitere ähnliche Konstruktionen folgten.
1940 konzipierte er ein Elektrofahrzeug, von dem nur zwei Exemplare hergestellt wurden.
1948 folgte das Coupé 6 CV mit selbstragender Karosserie und teilweise hydraulischer Federung (siehe Bild oben).
1949 baute er seinen einzigen reinrassigen Aluminium-Rennwagen, den “Biplace Course”, auch “16” genannt, weil diese die Startnummer war.
Mit dem hübschen Cabriolet CS, das wie die meisten seiner Vorgänger durch einen Ruby-Motor angetrieben wurde, gelang ihm der Klassensieg im Bol d’Or von 1953. Lambert schaffte es nie, grosse Serien herzustellen, so dass wohl rund 50 Wagen entstanden sind, vier davon sind jetzt an der Rétromobile in Paris zu sehen. Damit erhält ein beeindruckender Autobauer, der weitgehend vergessen wurde, wieder etwas mehr Beachtung.

































