Alles Super oder was?
Es scheint, dass dieser Tage alles “super” ist. Wenn wir über die Corona-Pandemie reden, kommen schon bald sogenannte Superspreader-Events zur Sprache. Wenn das Wetter richtig schlecht oder extrem heiss wird, fällt der Begriff “Superzelle” und beim Benzin ist sowieso alles Super, denn das frühere “Normal” gibt es eigentlich fast kaum mehr.
Super-Benzin aber kennt man schon sehr, sehr lange. Tatsächlich wurden höheroktanige Treibstoffe schon vor dem Zweiten Weltkrieg als Superbenzin angepriesen. Mit 78 bis 80 ROZ war man damals allerdings bereits zufrieden.
Als dann hierzulande das bleifreie Benzin in den Achtzigerjahren eingeführt wurde, taufte man die neue Standard-Sorte Super 95. Und weil man schon bald einen Bedarf für mehr Klopffestigkeit sah, führte man dann auch noch das Bleifrei Super Plus 98 ein. Auch die Zugabe von Ethanol änderte nichts am “Super”, es hiess dann halt einfach Super E10 oder so ähnlich. Nur für die noch wertigeren Treibstoffe mit 100 ROZ und mehr musste dann ein neuer Begriff gefunden werden, es hatte sich “ausgesupert”.

































