Die Dominanz des VW Käfer
Manchmal fragt man sich ja, warum der VW Käfer heute in den deutschsprachigen Ländern diesen besonderen Status hat.
Nun, eine Antwort liefern die Zulassungsstatistiken von damals. Heute kann man kaum noch glauben, dass von 1’120’675 zugelassenen Autos in Deutschland im Jahr 1962 321’288 VW Käfer 1200 waren. 28,7 Prozent aller neuen Autos also waren Käfer, während sich die ganze und deutlich breitere Opel-Produktepalette von Kadett bis Kapitän gerade eimal 177’852 mal verkaufen liess. Ford schnitt im Vergleich noch deutlich schlechter ab damals.
Volkswagen dominierte mit 59,5 Prozent der ausgelieferten Autos die Klasse von 1000 bis 1499 ccm komplett. Und diese Klasse war gleichzeitig mit 56,8 Prozent der Zulassungen die beliebteste.
Es führte damals einfach schlicht kein Weg an Volkswagen vorbei und dabei waren die Marktanteile sogar rückläufig, denn 1961 noch hatte VW 35,4 Prozent aller Autos in Deutschland verkauft. 1962 waren es insgesamt nur noch deren 33,8 Prozent.
Es ist also kein Wunder, dass praktisch jedermann, der damals schon gelebt hat, irgendwann in einem Käfer mitfuhr oder gar selber einen besass. Und, dass der Käfer auf den Strassen omnipräsent war, muss angesichts dieser Statistiken auch nicht verwundern.
Eine derartige Dominanz eines Fahrzeugtyps und einer Marke wäre heute kaum noch denkbar.
Wenn wir gerade bei den Statistiken sind, die übrigens im Heft 8/1963 von auto motor und sport abgedruckt waren: NSU lieferte 1962 29’694 Exemplare vom Prinz III, Prinz 4 und Sportprinz aus. BMW verkaufte 23’420 700er. Und Skoda verkaufte gerade einmal 1128 Autos. Da war sogar Simca mit dem Aronde und der Ariane mit 2018 verkauften Wagen erfolgreicher.

































