Werden Oldtimer zu modern? Zu normal?
Im Jahr 2021 werden bereits Autos mit Jahrgang 1991 zum Oldtimer, erhalten gegebenenfalls ein H-Kennzeichen oder in der Schweiz eine Veteranenzulassung. Ein Alfa Romeo 164 gehört genauso dazu wie ein Audi Cabriolet (2.3 E), ein BMW 325i (E30), ein Honda Legend oder ein Mercedes-Benz 500 SL (R129). Elektrische Fensterheber, oftmals Automatikgetriebe, Servolenkungen und weitere Annehmlichkeiten sind oft an Bord.
Aber sind diese Autos das, was wir erwarten, wenn wir aus Nostalgie und Freude an der Auseinandersetzung mit der Technik fahren wollen wie damals? Wenn wir die Abwechslung zum heutigen Automobil suchen, machen dann diese fast ebenso modernen Fahrzeuge wirklich genügend Spass?
Wer damit auch im Alltag glücklich sein will und sie wie jedes andere Auto auch für tägliche Fahrten und Besorgungen einsetzen möchte, der schätzt diese Fahrzeuge sicher, aber wer jedes Schaltmanöver sorgsam planen/einleiten und durchführen will, jede Kurve geniessen möchte und vor allem an der Andersartigkeit seine Freude hat, der wählt dann vielleicht doch eher ein älteres und in vielen Teilen primitiveres oder einfacheres Autos, das einem die Technik noch näher bringt und dessen kleine Schwächen und Besonderheiten dann halt genau für die einmalige Erfahrung sorgen, die das Fahren dieser Wagen bereitet.
Gottseidank gibt es unterschiedliche Gründe und Anforderungen, die uns Oldtimerfahrer dazu bewegen, ein bestimmtes Auto zu kaufen. Sonst würden wir ja alle denselben Klassiker wählen und er würde unbezahlbar …


























