Von den Anfängen des Tunings oder eben des Frisierens und Veredelns
Die Siebziger- bis Neunzigerjahre waren wohl die wichtigsten Jahrzehnte für das Auto-Tuning-Gewerbe. Es entstanden damals nicht nur viele grosse Firmen, die sich auf diesen Wirtschaftszweig fokussierten, sondern auch unzählige besondere und teilweise weit von der Serienausführung entfernte Automobile, die bis heute verehrt werden. Als Beispiele seien hier die BB-Kreationen oder die Gemballa-Porsche genannt.
Doch das “Frisieren” oder “Verbessern” von Fahrzeugen begann deutlich früher, denn natürlich konnten die Serienproduzenten nicht jeden Wunsch der Autokäufer erfüllen und mit dem Wachsen der Produktionsmengen stieg auch der Wunsch nach Individualisierung. Carlo Abarth begann schon bald nach seiner Firmengründung vor 60 Jahren mit der Herstellung von Frisier-Sätzen, mit denen man kleine Fiat-Modelle schneller machen konnte. Burkard Bovensiepen etwa hauchte BMW-Modellen mehr Leistung ein.
Dies waren nur zwei Beispiele. Noch früher entstand wohl der VW Käfer, der aktuell von Autostadt an der Techno Classica in Essen gezeigt wird.
Der VW 1200 mit Jahrgang 1953 wurde umfangreich veredelt, erhielt wohl einen der ersten Anbau-Frontspoiler in der Geschichte überhaupt und innen eine umfangreiche Auffrischung, die auch vor einer Mittelkonsole und modifizierten Verkleidungen nicht Halt machte.
Vor allem der Frontspoiler war sicherlich der Zeit voraus, während der integrierte Dachträger sicherlich ein praktisches Utensil war.
Die Autostadt zeigt ihn Essen bis am Sonntag (14. April 2019) noch weitere Tuning-Autos aus dem Konzern. Der Begriff “Tuning” selber wurde übrigens erst viel später gebräuchlich, in Deutsch bedeutet dieses Wort eigentlich “fein abstimmen”, er wurde und wird aber deutlich breiter verwendet und umfasst heute alle Sparten der Veredelung und des Frisierens.

























