Was man heute nicht mehr schreiben würde …
Während der Recherche für unseren Alfa Romeo Giulia Super Fahrbericht sind wir unter anderem auch auf den Dauertest in der Zeitschrift Auto Motor und Sport aus dem Jahr 1967 gestossen, der damals von Manfred Jantke verfasst wurde. Während die Giulia durchaus gut abschnitt beim 50’000-km-Langstreckentest, standen im Text einige Dinge, die man heute weder machen noch derart beschreiben könnte, so zum Beispiel:
“Eine verdienstvolle Rolle spielt im Winter häufig der Handgaszug, mit dem die Alfa nach guter alter Sitte ausgerüstet sind: Nach dem morgendlichen anlassen kann man die Drehzahl auf 1500 - 2000 U/min einstellen (ohne Choke wohlgemerkt!), und bis man das Eis von den Scheiben gekratzt hat, beginnt sich der Innenraum schon zu erwärmen.”
Oder an einer anderen Stelle schrieb Jantke:
“Von vornherein waren wir entschlossen, auf den Sportwagen keine Rücksicht zu nehmen, also dem Alfa keine Sonderbehandlung angedeihen zu lassen. Wir fuhren ihn wie die anderen Autos auch: Es gab keine Warmlaufminute nach dem Kaltstart, und wir scheuten uns auch nicht, einige hundert Kilometer Vollgas zu fahren. Manchmal gab es für den Testwagen wochenlang nur Stadtverkehr, und dann wieder ging es im Sportwagentempo von Stuttgart nach Hamburg.”
Was im Umkehrschluss hiess, dass man einem Ferrari 330 GTC oder einem Lamborghini 350 GT durchaus ein paar Warmlaufminuten gegönnt hätte …
Andere Zeiten, andere Sitten eben.


























