Wer sagt denn, dass britische Autos unzuverlässig sind?
Inspiriert vom alljährlich stattfindenden „Le Jogg“, bin ich am 10. Juni 2014, allein, von Männedorf am Zürichsee, mit meinem Triumph TR4 A aufgebrochen, um nach John o‘ Groats in Schottland zu fahren. Ich hatte mich fast ein Jahr lang mit der Planung der Reise beschäftigt, viele Bücher gelesen und manche Stunde damit verbracht, Internetseiten zu erkunden. Natürlich habe ich vor Antritt der Reise auch einen Wartungsdienst am TR4 durchgeführt.
Im Kofferraum waren Werkzeug, Benzinpumpe, Zündungsteile, Schläuche, Draht und was man im Fall einer Panne sonst noch so brauchen könnte. Es blieb dann nur noch für das Allernötigste Platz.
Über 5000 km haben das Auto und ich in drei Wochen zurückgelegt, wobei wir grosse Städte möglichst mieden oder grossräumig umfuhren. Ich übernachtete zumeist in B&B oder Gasthäusern, häufig weit ab von der Zivilisation.
Die Fahrt über Reims in der Champagne nach Calais verlief bei schönstem Wetter problemlos. Die Durchfahrt durch den Eurotunnel haben wir gut verkraftet. Auf dem Weg machten wir kurz Halt auf dem Racetrack in Goodwood. Oxford, Stratford upon Avon und das Heritage Museum in Gaydon waren auf unserer Besuchs-Liste. Es war mir wichtig, den Geburtsort des Triumph, in Coventry aufzusuchen, wenn auch schon von vornherein klar war, dass dort, ausser einem Monument, nichts mehr von Standard Triumph übrig geblieben ist.
Über Landstrassen gelangten wir zu Orten ausserhalb Manchester, Keswick im Lakedistrikt und Largs in Schottland. Das Lakeland Motor Museum in Backbarrow ist auf jeden Fall ein Besuch wert.
Über das wunderschöne Glen Coe erreichten wir Fort Augustus, um dann weiter nach Ullapool zu gelangen. Über viele “Single Track Roads” ging es am Tag der Sonnenwende weiter nach Thurso ganz im Norden Schottlands.
Am nächsten Tag fuhren wir dann endlich das lang ersehnte Ziel Dunnet Head (der nördlichste Punkt von Grossbritannien) und John o‘ Groats an.
An einer Tankstelle machte mich ein Mitarbeiter darauf aufmerksam, dass nicht weit von meinem nächsten Etappenort Dornoch, eine Oldtimer Rally stattfinden würde. Natürlich habe ich den Anlass besucht und konnte mit einigen Members des örtlichen Triumph-Clubs fachsimpeln.
Weiter ging die Reise in die Gegend des Whisky, die Speyside. Die Rückreise über Aberdeen, Edinburgh und York verlief ruhig und bei meistens schönem Wetter.
In Kingston upon Hull benutzen wir die Fähre nach Zeebrügge. Belgien habe ich wegen den schlechten Strassen und einem heftigen Gewitter leider in schlechter Erinnerung. Über Baden Baden und die wunderschöne Hochalpenstrasse im Schwarzwald, erreichten wir nach genau drei Wochen, am 1. Juli 2014, wieder unser Ziel, respektive den Ausgangspunkt am Zürichsee.
Es war eine wunderschöne Reise, die ohne Pannen und Unfälle vonstatten ging. Ich habe weder Werkzeug, noch Ersatzteile gebraucht. Dafür wunderschöne Kontakte geknüpft, viele nach oben gerichtete Daumen gesehen und mich so richtig frei gefühlt.
Wer mehr über diese Reise erfahren möchte, kann sich gerne an die Redaktion von zwischengas.com zwecks Kontaktvermittlung melden.

























