Was hat Fahrspass mit Zustand zu tun?
Wir haben sozusagen berufsbedingt viele Gelegenheiten, die unterschiedlichsten Fahrzeuge zu bewegen. Die Beurteilung des Fahrspass-Faktors findet Eingang in viele unserer Berichte.
Es gibt natürlich viele Faktoren, die den Fahrspass beeinflussen können. Dazu gehören Handling, Fahrleistungen, Geräuschkulisse, aber auch Sitzposition und Lage der Bedienungselemente.
Über die Zeit haben sich manche dieser Kriterien sicher geändert, so sorgte etwa die fast liegende Sitzposition, die Sportwagen der Siebzigerjahre boten, damals für mehr Begeisterung als die relativ aufrechte Unterbringung, wie man sie im Vorkriegs-Oldtimer erfährt.
Heute schaut man dies natürlich wieder anders an und wir “messen” den Fahrspass sicher eher an den Vergleichsfahrzeugen aus der Zeit, in der ein Auto gebaut wurde.
Ein Faktor, der aber gerade bei heute über 30 oder 50 Jahren alten Autos eine wichtige Rolle dabei spielt, ob die Fahrt einen mit Freude erfüllt, ist der Zustand des Fahrzeugs. Wenn Gänge herausspringen, der Motor nicht sauber läuft, Bremsen nicht oder unnötig einseitig ziehen, dann macht das Bewegen eines konzeptionell noch so guten Oldtimers eindeutig weniger Spass. Mechanische Gesundheit entscheidet mit darüber, ob die Mundwinkel beim Fahren nach oben gehen, während der optische Zustand in der Beurteilung des Fahrspasses eigentlich eine untergeordnete Rolle spielt.
... Aber vielleicht sehen unsere Leser dies ja anders?

































