Ob Wasser oder Schlamm - Colin Chapmans Sportwagen für jede Gelegenheit
Manfred Parisch aus Poysdorf in Österreich war in den Siebzigerjahren sehr erfolgreich mit einem 2,4-Liter-VW Buggy in der österreichischen Autocross-Staatsmeisterschaft unterwegs.
Die Idee, einen Lotus Esprit in der österreichen Rallye-Cross Meisterschaft einzusetzen, kam von Parischs Sponsor und Lotus-Importeur Annessi. Manfred Parisch, Oesterreichs James Bond, wurde nach drei Motorschäden allerdings klar, dass der Esprit nur dann Zukunft hatte, wenn er speziell für diese Meisterschaft von Grund auf neu aufgebaut wurde. Wie “Q” das Auto das Tauchen "lehrte", so verstand es Parisch mit viel Ehrgeiz und noch mehr Willen, sowie unzähligen Testkilometern, dem Esprit auch den Rallye-Cross Sport beizubringen.
Dank der Vorderachse eines Opel Kadett, einer eigenen Hinterachse aus dem Formelsport, der Verlegung der Kühler von hinten nach vorn und einer für einen Sportwagen untypisch hohen Bodenfreiheit war der Lotus endlich konkurrenzfähig einsatzbereit.
Ein dritter Platz beim EM-Lauf in Horn-Fuglau (Oesterrich) war dann der Lohn aller Mühen des fünfjährigen Lotus-Projektes. Jedoch verhalf der tiefe Schlamm und die speziell schmalen „Schlammreifen“, welche Parisch als einziger dabeihatte, zum „Sprung auf`s Stockerl“.
Der Lotus Esprit S1 startete 1983 sogar für einmal in der Schweiz. Parisch erhielt eine Einladung für die Teilnahme am Rallye-Cross-Rennen in Lignières. In diesem Rennen kämpfte er unter anderem auch gegen den R5 turbo von Marc Surer.
Leider griffen dann 1982 die ersten Audi Quattros in die bis anhin 2-Rad-getriebene Meisterschaft ein und auf einen Schlag war ohne Allrad-Antrieb kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Nur eine sehnlichst gewünschte Reglementsänderung hätte noch geholfen ...
Parischs Rallye-Cross Lotus Esprit S1 existiert noch heute, befindet sich aber „leider“ nicht mehr in seinem Besitz.
Mehr über den Lotus Esprit (S1/S2) gibt es natürlich im entsprechenden Bericht auf Zwischengas zu lesen. Und die hier gezeigten Bilder finden sich im Artikel natürlich auch, oder aber auch direkt im Bildarchiv.


























