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Pantheon Basel - Ikonen und Boliden 2019: Pantheon Basel - Ikonen und Boliden 2019

VW - von wegen unsportlich

Holger Merten - 29.08.2012

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Sportliche Volkswagen im Musuem in einer Sonderausstellung in Wolfsburg

Wie sportlich ist ein VW? War erst ein GTI so etwas wie ein Sportwagen? Unsinn, noch bevor der erste Käfer vom Band rollte, war der Berlin-Rom-Wagen, Uridee des späteren Porsche, auf vier Rädern sportlich unterwegs. Der Motorsport bei VW hat Tradition und kann nun im AutoMuseum Volkswagen eingehend betrachtet werden.

Am 10. Juli 2012 fiel der Startschuss für die neue Sonderausstellung des AutoMuseum Volkswagen. „Motorsport mit Volkswagen“ dokumentiert, wie der Rensport den Volkswagen seit dessen Anfängen begleitet hat: vom Berlin-Rom-Wagen der 30er Jahre bis hin zum Polo R WRC, der im kommenden Jahr die Rallye-Weltmeisterschaft bestreiten wird.

Berlin-Rom-Wagen auf Basis des Volkswagen, Ende der Dreissigerjahre

Bereits Ende der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts entstand bei Porsche auf einer Käfer-Plattform der Berlin-Rom-Wagen für die gleichnamige Fernfahrt. Diese fand allerdings wegen des Kriegsausbruchs nie statt.

Stellvertretend für die zahlreichen privaten Engagements mit Volkswagen in den 50er und 60er Jahren stehen im AutoMuseum die Rekonstruktion des Mille Miglia-Käfers von Paul Ernst Strähle sowie ein Dragster-Käfer, der einst die legendären Beschleunigungs-Rennen über eine Viertel Meile bestritt.

Forrmel V im AutoMuseum in Wolfsburg

Mit der Formel Vau, basierend auf der Technologie des Volkswagen Käfers, begann das offizielle Engagement von Volkswagen im Motorsport. Namhafte Rennfahrer, wie beispielsweise Niki Lauda, gingen daraus hervor. Die Ausstellung zeigt eines der ältesten heute noch erhaltenen, sogenannten „Formcars”, das Mitte der 1960er Jahre in den USA entstand.

Volkswagen entwickelte nach diesem Engagement seine motorsportlichen Aktivitäten konsequent weiter: Marken-Pokale und als Motorenlieferant die Formel 3 waren die nächsten Etappen. Davon zeugt in der Sonderausstellung das Meisterauto von Kris Nissen, dem ehemaligen Direktor der Volkswagen Motorsport GmbH.

Technologisch setzt Volkswagen Motorsport heute auf innovative, sparsame und umweltschonende Antriebskonzepte. Beispiele sind der 2,5 Liter TDI-Motor im Race Touareg für den Einsatz bei der Rallye Dakar und die Erdgas-Varianten für den Scirocco R Cup und das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Der Race Touareg, der 2010 und 2011 den Sieg holte, steht dem ersten Volkswagen, der die Rallye in Afrika bereits 1980 gewann, gegenüber, dem VW Iltis.

Auch bei weiteren Rallyemeisterschaften der 70er bis Mitte der 80er Jahre feierte Volkswagen Erfolge: erster Platz mit dem sogenannten Rheila-Golf bei der Deutschen Rallyemeisterschaft 1981 und erster Platz mit dem Triumph-Adler Golf in der Gruppe A bei der Rallye-Weltmeisterschaft 1986.

Die Sonderausstellung „Motorsport mit Volkswagen” im AutoMuseum Volkswagen lässt über 60 Jahre Motorsport mit Volkswagen Revue passieren und wird bis 30. September zu sehen sein.

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